
Am 31. Oktober 2019 droht ein ungeregelter Brexit.
Foto: dts
Berlin – Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, hat deutsche Verbraucher vor den Folgen eines harten Brexits gewarnt.
„Ein ungeregelter Brexit würde über Jahrzehnte gewachsene internationale Wertschöpfungs- und Lieferketten empfindlich stören“, sagte Schweitzer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Durch das Abdriften bei EU-Regeln und Standards würden neue Handelshemmnisse entstehen. „Dies hätte auch Folgen für die Preise und die Verfügbarkeit“, so Schweitzer.
Problematisch sei ein harter Brexit vor allem für die Luftfahrt- und Spirituosenbranche. 19 Prozent der Waren in der Luftfahrtbranche und 24 Prozent der Spirituosen stammten aus Großbritannien. „Bei deutschen Whisky-Importen kommen sogar 62 Prozent aus dem Vereinigten Königreich“, sagte Schweitzer.
Auch der Leiter für Außenwirtschaft und Zoll der Außenhandelsvereinigung des deutschen Einzelhandels (AVE), Murat Özdemir, befürchtet im Falle eines ungeregelten Austritts der Briten Einschränkungen für deutsche Kunden: „Langfristig müssen sich die Verbraucher in Deutschland keine Sorgen machen, kurzfristig kann es im Falle eines ungeregelten Brexits aber zu Lieferengpässen kommen“, sagte Özdemir den Funke-Zeitungen.
„Betroffen wären typische Produkte wie Scotch, Bier und Wein, aber auch Milchprodukte“, führte Özdemir fort. Da bei einem EU-Austritt die von Großbritannien versandten Waren von Veterinärämtern kontrolliert werden müssten, rechnet Özdemir mit „Nadelöhren“.
„Nicht an jedem Einfuhrhafen Deutschlands ist ein Veterinäramt ansässig. Würden Waren beispielsweise in Emden ankommen, wäre das nächstgelegene Veterinäramt in Cuxhaven für die Kontrolle zuständig“, so Özdemir.
Dadurch könnte ein ungeregelter Brexit vor allem für Frischware problematisch werden. Obst und Gemüse, was nicht rechtzeitig am Zielort ankomme, drohe auf den Lkws zu verrotten. Tiefkühlprodukte wie Fisch oder Meeresfrüchte könnten durch die längeren Transportzeiten zudem teurer werden, sagte Özdemir. (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken



Berlin – BDI-Präsident Dieter Kempf warnt vor gravierenden Folgen, sollten die Kontaktsperren in der Coronakrise weiter verlängert werden. „Jede Woche eines Shutdowns ...
Landau. Immer mehr in Deutschland lebende Briten wollen einen deutschen Pass – ein Trend, der auch in der Stadt Landau spürbar ist. ...
Berlin – Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) appelliert an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. ...
Berlin – Nach dem vorzeitigen Erfolg des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ in Bayern warnt der Deutsche Bauernverband vor negativen Folgen für die ...
Klingenmünster – Der Schlafmediziner Hans-Günter Weeß warnt vor den finanziellen Folgen, die durch Schlafmangel und Übermüdung in Deutschland verursacht werden. „Die Kosten ...
London – Die britische Premierministerin Theresa May hat die Europäische Union in einem Brief um eine Brexit-Verschiebung bis zum 30. Juni gebeten. ...
Berlin – Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat vor gefälschten Weihnachtsschnäppchen gewarnt. „Gerade vor dem Fest blüht der Handel mit Plagiaten“, ...
Berlin- Der Präsident des Deutsche Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, hat vor den wirtschaftlichen Folgen der Beherbergungsverbote gewarnt. „Nach dem schon ...
Berlin – Der Vizepräsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Ingo Morell, hat vor negativen Folgen für Schwerkranke und Demente durch die geplante Krankenhausreform ...
Berlin/Jerewan – Der armenische Präsident Sersch Sargsjan hat die deutschen Bundestagsabgeordneten mit eindringlichen Worten vor einer Ablehnung der Völkermords-Resolution gewarnt. „Niemand in ...
London – Die Brexit-Unsicherheit kommt Verbraucher und Wirtschaft teuer zu stehen: Die Preise für Überweisungen von Deutschland nach Großbritannien haben in den ...














