Montag 12.Oktober 2026

Debatte um „Herr Professorin“: Proteststurm soll wissenschaftlich ausgewertet werden

19. Juni 2013 | Kategorie: Vermischtes

Gottfried Semper war Professor für Baukunst im 19. Jahrhundert. Interessant wäre seine Reaktion auf eine Ansprache als „Herr Professorin“.
Foto: RolfHandke/pixelio.de

Leipzig – Die Universität Leipzig wird die zahlreichen Protestschreiben gegen ihre neue „Professorinnen“-Sprachregelung in der Grundordnung der Universität wissenschaftlich untersuchen.

„Damit bekommt die Sache einen akademischen Nutzen“, sagte die Uni-Rektorin Beate Schücking der Wochenzeitung „Die Zeit“. Der Leipziger Germanist und Linguist Beat Siebenhaar werde die gesammelten Zuschriften sprachwissenschaftlich auswerten.

Der Erweiterte Senat der Hochschule hatte kürzlich beschlossen, in seiner Grundordnung auf die Verwendung männlicher Berufsbezeichnungen zu verzichten und in dem Dokument beispielsweise nur noch die Formulierung „Professorin“ für Lehrende beider Geschlechter zu verwenden. Daraufhin waren bei der Hochschule teils heftige Reaktionen eingegangen. „Wir haben da offenbar einen wunden Punkt getroffen.

Es ist die Furcht zu erkennen, da setzten sich nun die bösen gefährlichen Feministinnen durch“, sagte Schücking der „Zeit“. „Ich finde es gut,  wenn das Thema jetzt Öffentlichkeit bekommt. So eine kleine Provokation, das passt zu uns, zur Leipziger Uni-Kultur.“ (dts Nachrichtenagentur)

Gefällt Ihnen unsere Zeitung?

Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.

⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentare sind geschlossen