
Im Kreishaus der Südlichen Weinstraße kamen jetzt die Führungs- und Verwaltungsstäbe der Stadt Landau und des Landkreises zusammen, um über das gemeinsame Vorgehen im Umgang mit dem Corona-Virus zu beraten.
Foto: kv süw/ld
SÜW/Landau. Angesichts der weiter steigenden Zahl an Infektionen mit dem Corona-Virus und dem Auftreten erster Fälle auch in der Süd- und Vorderpfalz haben sich die Führungs- und Verwaltungsstäbe der Stadt Landau und des Landkreises Südliche Weinstraße am 4. März mit Vertretern des gemeinsamen Gesundheitsamts sowie der Polizei zu einem Abstimmungsgespräch im Kreishaus getroffen.
Nach wie vor gibt es im Stadt- und Kreisgebiet keinen positiven COVID-19-Befund, jedoch stehen die hiesigen Behörden in engem Austausch miteinander und sind auf den Infektionsfall vorbereitet.
Oberbürgermeister Thomas Hirsch und Landrat Dietmar Seefeldt haben nach Rücksprache mit Anett Schall, Leiterin des Gesundheitsamts Landau-SÜW, entschieden, ein gemeinsames, regionales Bürgertelefon von Stadt und Kreis einzurichten. Dieses soll noch in dieser Woche geschaltet werden und die überörtlichen Angebote ergänzen.
Bei Fragen oder Unklarheiten ist weiter auch das Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums unter der Telefonnummer 030 / 346 465 100 erreichbar.
Weiter kamen die Vertreter von Stadt und Kreis überein, gemeinsam und einheitlich vorgehen zu wollen, beispielsweise bei möglichen Schulschließungen und Veranstaltungsabsagen.
„Das Virus macht nicht an Gemarkungsgrenzen Halt und wir halten es für wichtig, die Bevölkerung in Stadt und Kreis nicht durch ein uneinheitliches Vorgehen zu verunsichern“, sagen Hirsch und Seefeldt. Als Schulträger werden die Stadt- und die Kreisverwaltung im Falle des Verdachts einer Infektion an einer Schule in enger Abstimmung mit der Schulaufsicht und dem Gesundheitsamt über eine mögliche Schließung entscheiden.
Was die Durchführung von größeren Veranstaltungen in Stadt und Kreis angeht, weist das Gesundheitsamt Veranstalter auf ein Merkblatt des Robert-Koch-Instituts hin, das zusammen mit weiteren Informationen zum Corona-Virus auf der Internetseite www.suedliche-weinstrasse.de/de/aktuelles/meldungen/infos_corona_virus.php eingestellt ist.
Laut des Instituts erhöht sich das Risiko für eine Großveranstaltung etwa dann, wenn diese einen großen Einzugsbereich aufweist und viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen.
Vor diesem Hintergrund wird die gemeinsame Veranstaltungsgesellschaft von Stadt, Kreis und Sparkasse ihre für den 20. März geplante Genussparty in den Räumen der Sparkasse in Landau auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Die Karten behalten ihre Gültigkeit. Über das Vorgehen bei weiteren Veranstaltungen wird in den kommenden Tagen entschieden.
Hirsch und Seefeldt appellieren an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren und sich tagesaktuell über Entwicklungen, Hinweise und Empfehlungen etwa in der Presse sowie beispielsweise auf den offiziellen Internetseiten der Kommunen und Behörden zu informieren.
Die aktuellen Risikogebiete und viele weitere Informationen können jederzeit auch auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de bzw. unter www.infektionsschutz.de abgerufen werden. (kv-süw/ld)

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