Mittwoch, 12. Mai 2021

Testung für alle“: Stadt Landau und Landkreis Südliche Weinstraße tauschen sich zum weiteren Vorgehen aus

Freiwillige sind aufgerufen, sich zur Unterstützung der Testungen zu melden

23. Februar 2021 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Landau

Symbolfoto: dts Nachrichtenagentur

SÜW/LD. Für alle Beteiligten überraschend kam am zurückliegenden Freitagnachmittag die Aufforderung des Landes Rheinland-Pfalz an die Kommunen, Strukturen für eine „Testung für alle“ zu schaffen.

Nachdem seit dem Wochenende bereits Abstimmungen liefen, tauschten sich Vertreter der Stadt Landau und des Landkreises Südliche Weinstraße heute (23. Februar) in einer weiteren Runde zum geplanten Vorgehen aus.

Mit am (virtuellen) Tisch saßen unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Thomas Hirsch und Erstem Kreisbeigeordneten Georg Kern u.a. Vertreter des gemeinsamen Katastrophenschutzstabes, des DRK, der Feuerwehr und des Gesundheitsamts.

Sie alle eint der Respekt vor dieser neuerlichen Mammutaufgabe – und die Sorge, die medizinischen und sonstigen Strukturen des Katastrophenschutzes in der Region noch weiter zu belasten.

OB Hirsch und Erster Kreisbeigeordneter Kern in Vertretung von Landrat Dietmar Seefeldt: „Flächendeckende Corona-Schnelltests sind grundsätzlich als ein Weg zurück in eine «neue Normalität» zu begrüßen, jedoch stellt uns die kurzfristige Umsetzung mit den ohnehin schon stark belasteten haupt- und ehrenamtlichen Kräften vor Ort vor große Herausforderungen.“

Klar ist: Alleine die Teststation am Standort Landau, wo bisher Corona-Tests für Patienten mit ärztlicher Überweisung sowie vom Gesundheitsamt übersandte Kontaktpersonen durchgeführt werden, wird wohl nicht ausreichen, um den zu erwartenden Ansturm zu bewältigen.

Auch sollen die bestehenden Testmöglichkeiten von DLRG und DRK ausgebaut und der Hilfeantrag bei der Bundeswehr verlängert werden – und es werden weitere Freiwillige gebraucht.

Daher rufen Stadt und Kreis freiwillige Helfer dazu auf, sich zur Unterstützung der geplanten Testungen in der Region zu melden. Wer helfen möchte, trägt sich am besten in die Landesfreiwilligendatenbank ein.

Diese ist unter https://covid-19-support.msagd.rlp.de/eden/default/index/register zu finden. Wer den Dienst als „Schnelltester“ antritt, erhält im Vorfeld eine Schulung sowie eine vorzeitige Corona-Schutzimpfung.

Gleichzeitig wird auch auf Verbandsgemeindeebene geprüft, ob zusätzliche Strukturen geschaffen und Freiwillige akquiriert werden können.

Zum Hintergrund:

In dem Schreiben des Landes werden die Stadt- und Kreischefs aufgefordert, Strukturen zu schaffen, damit ab dem 1. März  jedem Bürger ein unbegrenztes Corona-Testangebot gemacht werden kann.

Im Rahmen der bundesweiten Teststrategie sollen flächendeckend PoC-Tests für die Bevölkerung angeboten werden; ein positiver PoC-Befund soll mittels PCR-Test bestätigt werden. Dafür sollen neben Angeboten in Praxen, Betrieben und Unternehmen vor allem auch die kommunalen Teststrukturen genutzt werden.

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