Donnerstag, 28. Januar 2021

China-Offensive von Daimler Trucks: SPD besorgt über LKW-Produktionsstandort Wörth 

10. Dezember 2020 | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Politik regional, Wirtschaft in der Region

Foto: dts Nachrichtenagentur

Wörth – Mit „gemischten Gefühlen“ nehmen die Landtagsabgeordnete Dr. Katrin Rehak-Nitsche, der Bundestagsabgeordnete Thomas Hitschler und der Bürgermeister der Stadt Wörth, Dr. Dennis Nitsche (alle SPD) die Pressemeldungen zur geplanten Eröffnung einer Daimler-LKW-Fabrik in China zur Kenntnis.

Zwar sei es erfreulich, wenn im globalen Rahmen Arbeit und Wohlstand geschaffen werden, doch müsse dabei wachsam darauf geblickt werden, dass der Wirtschaftsstandort Südpfalz mit seinen vielen Arbeitsplätzen dadurch nicht geschwächt werde. „Uns als Sozialdemokraten interessiert besonders, welche Auswirkungen die neue LKW-Fabrik in China auf das Wörther Stammwerk haben wird“, begründet die Landtagsabgeordnete Rehak-Nitsche ihre Sorge. Im neuen Werk sei laut Medienberichten eine Produktion von zunächst 50.000 LKW jährlich angekündigt. Das entspreche etwa der halben Kapazität des Wörther Werkes.

„Wir wollen den Prozess der technologischen Umstellung auf alternative Antriebe aktiv begleiten und auch für die Zukunft gute Arbeitsplätze in der Region sichern“, betont Thomas Hitschler. Mit rund 10.300 Mitarbeitern, darunter rund 700 Auszubildende, sei das LKW-Werk eine wesentliche Stütze der südpfälzischen Industrie.

„Für die Stadt Wörth am Rhein ist die Entwicklung des LKW-Werkes von zentraler strategischer Bedeutung“, betont Bürgermeister Nitsche. „Unsere kommunalen Gewerbesteuereinnahmen hängen maßgeblich am Wohlergehen des Werkes. Als Bürgermeister sorge ich mich zudem um die Arbeitsplatzsicherheit der Bürgerinnen und Bürger in meiner Stadt und der gesamten Region. Auch für die Zukunftsperspektiven der Kinder und Jugendlichen ist eine stabile Entwicklung von zentraler Bedeutung“, so das Stadtoberhaupt.

Katrin Rehak-Nitsche hat die Leitung des Daimler-Werks Wörth und den Betriebsratsvorsitzenden zu einem gemeinsamen Informationsgespräch eingeladen. Dabei soll es auch darum gehen, welche Standortfaktoren für die Zukunft des Werks erforderlich sind und wie die Landesregierung, die Bundesregierung und die Stadt Wörth durch optimale Infrastruktur und Rahmenbedingungen einen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Beschäftigung leisten können

Zugleich machen die drei Sozialdemokraten deutlich, dass bereits bislang große Unterstützung seitens der Politik gegeben worden sei. So habe der Konzern erhebliche Fördermittel aus Steuergeldern erhalten, weshalb aus ihrer Sicht auch eine gewisse Verantwortung dafür besteht, dass dauerhaft gute Arbeitsplätze in Deutschland erhalten werden.

 

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