Sonntag, 14. August 2022

Brechtel und Brandl: Grundschule Büchelberg muss erhalten bleiben

1. Februar 2017 | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional
Screenshot Google Maps

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Büchelberg – Die Landesregierung hat angekündigt, die Grundschule Büchelberg auf den Prüfstand stellen zu wollen.

Landrat Dr. Fritz Brechtel, der Landtagsabgeordnete Martin Brandl (CDU) und der Büchelberger Ortsvorsteher Klaus Rinnert wollen das verhindern und sprechen sich deutlich für den Erhalt des Grundschulstandorts Büchelberg aus.

Brechtel habe sofort nach der gestrigen Ankündigung Kontakt mit Ortsvorsteher Rinnert aufgenommen, um gemeinsam auszuloten, wie die Schließung der Grundschule Büchelberg verhindert werden kann, so die Kreisverwaltung.

Die Grundschule gehört zu den 41 kleinen Grundschulen in Rheinland-Pfalz, die Ministerin Hubig (SPD) prüfen lässt, ob sie weitergeführt werden. Die Schulträger sollen innerhalb von sechs Monaten ein Konzept für eine langfristige Sicherstellung des Unterrichtsangebots vorlegen. Hintergrund: Laut Schulgesetz soll eine Grundschule aus mindestens einer Klasse je Klassenstufe bestehen, jede Klasse aus mindestens 12 Schülern; daraus ergibt sich eine Mindestschülerzahl von 48 für die Schule.

In Büchelberg werden derzeit 29 Kinder in zwei Klassen unterrichtet, die erste und zweite sowie die dritte und vierte Klassenstufe jeweils zusammen. „Und das mit Erfolg“, bestätigt Rinnert. Er will Grundschulkindern auch künftig die Fahrt mit dem Schulbus nach Wörth (elf Kilometer) ersparen.

Auch Brandl setzt sich für den Erhalt kleiner Grundschulen wie der in Büchelberg ein. Die Grundschule in Büchelberg arbeite mit guten Ergebnissen, die Lehrerinnen und Schüler vor Ort hätten sich in der besonderen Situation zurechtgefunden. „Die Grundschule Büchelberg – und vergleichbare Schulen – aufzugeben, würde bedeuten, die Lebensqualität zu reduzieren, die Attraktivität ländlicher Gemeinden weiter zu schwächen“, kritisiert Brandl. Ziel solle es dagegen sein, das Leben im ländlichen Raum zu stärken.

Brechtel, Brandl und Rinnert appellieren an die Landesregierung, dem von ihr selbst ausgerufenen Grundsatz „Kurze Beine, kurze Wege“ treu zu bleiben, um ein wohnortnahes pädagogisch sinnvolles Angebot für die Büchelberger Kinder zu erhalten.

Landrat  Brechtel: „Die gesamte Kreispolitik ist darauf ausgerichtet, die Gemeinden und Städte des Landkreises als attraktiven Wohnstandort auszubauen und zu erhalten. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass ein Bildungsangebot von klein auf vorhanden ist insbesondere natürlich ein Grundschulangebot direkt vor Ort.“

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