
Bild von Angelo Esslinger auf Pixabay
Mainz/New York – Das Biotechnologie-Unternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer stehen bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs nach eigenen Angaben kurz vor einem Durchbruch.
Der Impfstoffkandidat habe sich in einer ersten Zwischenanalyse als mehr als 90 Prozent wirksam im Schutz vor Covid-19-Erkrankung in Probanden ohne nachweisliche vorangegangene Infektion erwiesen, teilten beide Unternehmen am Montag mit.
In der Analyse seien 94 bestätigte Covid-19-Fälle in Studienteilnehmern untersucht worden. Die Verteilung der aufgetretenen Fälle zwischen Impfgruppe und Placebo-Gruppe habe sieben Tage nach der zweiten Dosis auf eine Impfstoff-Wirksamkeitsrate von über 90 Prozent hingewiesen. Dies bedeute, dass der Schutz 28 Tage nach Beginn der Impfung, die aus einem Zwei-Dosis-Schema besteht, erreicht werde, so die Unternehmen.
Während der noch fortlaufenden Studie könne es zu Schwankungen beim Wert für die Impfstoff-Wirksamkeit kommen, fügten sie hinzu. Schwerwiegende Sicherheitsbedenken habe man nicht feststellen können.
Die klinische Studie soll bis zur finalen Datenanalyse mit 164 bestätigten Covid-19-Fällen weiterlaufen. Kurz nach dem Erreichen des erforderlichen Meilensteins zur Sicherheit ist Unternehmensangaben zufolge die Einreichung eines Antrags zur Notfallzulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA geplant. Dieser Meilenstein werde in der dritten Novemberwoche erwartet, hieß es.
An den Börsen wurde die Nachricht euphorisch aufgenommen. Der Kurs von Biontech kletterte am Montagmittag um mehr als 29 Prozent nach oben, die Pfizer-Papiere verbesserten sich um fast 14 Prozent.
Weltärztepräsident: Impfstoff-Fortschritte noch kein „Durchbruch“
Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat die Fortschritte beim angekündigten Impfstoff der Firma Biontech als „Riesensprung nach vorne“ bezeichnet. Ein „Durchbruch“ sei das aber noch nicht, sagte der Mediziner dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Es fehlten noch wissenschaftliche Arbeiten.
Montgomery verwies auch darauf, dass „große Erfahrungen mit RNA-Impfstoffen“, also Impfstoffen, die auf Ribonukleinsäure beruhen, „bisher nicht vorhanden“ seien.
(dts Nachrichtenagentur)

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