Mittwoch, 08. Juli 2020

Bildungsgewerkschaft warnt vor „Lehrerbashing“

2. Juni 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Nachrichten

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Berlin – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnt vor zunehmendem „Lehrerbashing“ in Deutschland.

„Das Verhalten einzelner Kollegen, die angeblich zu wenig für die Kinder gemacht haben, wird stellvertretend für alle herangezogen. Das ist nicht fair“, sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Viele Lehrer seien in der Coronakrise am Limit. „Sie organisieren Präsenz- und Fernunterricht und müssen nebenbei Hygienepläne, Kontrollen und versetzte Pausenzeiten umsetzen und versuchen, zu allen Schülern den Kontakt aufrechtzuerhalten“, sagte Tepe.

Dazu kämen Technikprobleme und der Lehrkräftemangel. Vor diesem Hintergrund dürfe es sich die Gesellschaft nicht leisten, „Lehrerbashing“ zu betreiben. Mit Blick auf eine Attestpflicht für Risikogruppen befürwortete Tepe, dass die Entscheidung über Homeoffice für Lehrer von einem Arzt getroffen werde. Eine Schulleitung könne das nicht entscheiden. „Das wäre eine Zumutung, Schulleiter sind keine Mediziner“, so Tepe. (dts Nachrichtenagentur) 

Print Friendly, PDF & Email
Zur Startseite

Zu den Kommentaren

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentare sind geschlossen

Directory powered by Business Directory Plugin