
Setzen ihre Unterschriften unter eine gemeinsame Zielvereinbarung: Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis (links) und Hanno Weigel, stellvertretender Leiter der Transferagentur.
Foto: Stadt Pirmasens/Maximilian Zwick
Pirmasens. Das Netzwerk Pakt für Pirmasens setzt sich seit mehr als 10 Jahren für bessere Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen ein.
Mit dem Aufbau eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements wird die Arbeit des Netzwerkes auf das lebenslange Lernen ausgeweitet.
Hierzu hat die Stadt erfolgreich Fördermittel aus dem Programm „Bildung integriert“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eingeworben. Die Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz – Saarland unterstützt die Verwaltung dabei, Bildungsangebote für alle Generationen noch besser aufeinander abzustimmen.
Die Ziele der Zusammenarbeit haben Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis und Hanno Weigel, stellvertretender Leiter der Transferagentur, nun in einer Vereinbarung festgelegt.
Mit dem beim Koordinierungsbüro des Paktes für Pirmasens angesiedelten kommunalen Bildungsmanagement verfolgt die Stadt das Ziel, Maßnahmen mit dem Bedarf und den Bildungswünschen der Bürger in Einklang zu bringen.
„Bildung schafft das Fundament für ein selbstbestimmtes Leben und ist der Schlüssel für den sozialen Aufstieg“, ist Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis überzeugt. Von einer systematischen Datenerfassung und deren wissenschaftlicher Aufbereitung erhofft sich OB Matheis ein Stück mehr individuelle und bedürfnisorientierte Förderung – für Kleinkinder bis hin zu Senioren.
Besonderes Augenmerk legt die Stadt auf den Aufbau eines umfassenden Bildungsmonitorings. Mit Hilfe einer im Auftrag des BMBF entwickelten Software für Datenmanagement und Bildungsmonitoring sollen Daten künftig ämterübergreifend gebündelt und für die politischen Gremien aufbereitet werden.
„Das Instrumentarium ist von hoher Bedeutung für die Stadt Pirmasens und kommt allen Bürgerinnen und Bürgern zugute“, erläutert Bürgermeister Markus Zwick.
Es ermögliche der Verwaltung das Bildungswesen künftig effektiver steuern zu können. „Wir erhalten belastbare Daten, mit denen Stärken und Schwächen im Quartier erkannt und die Angebote auf die Bedarfe der Pirmasenserinnen und Pirmasens zielgerichtet abgestimmt werden können“, so Zwick weiter.
Die Erfassung und Analyse bildungsrelevanter Daten im Rahmen eines Bildungsmonitorings ist die Grundlage für eine zielgerichtete Steuerung im Bildungswesen vor Ort.
So ist es möglich, Bedarfe rechtzeitig zu identifizieren und vorhandene Finanzmittel effizient einzusetzen. „Gerade für finanzschwache Kommunen wie die Stadt Pirmasens ist es wichtig, Mittel zielgerichtet an den richtigen Stellen einzusetzen, um die selbstgesteckten Bildungsziele zu erreichen.
Durch die Kombination von Bildungs- und Sozialdaten kann der Bedarf einzelner Bildungseinrichtungen besser ermittelt werden – z.B. mit Blick auf den Einsatz von Schulsozialarbeitern“, so Hanno Weigel. „Dadurch kann auch die Akzeptanz bildungspolitischer Entscheidungen erhöht werden.“
Die Transferagentur unterstützt die Stadt bei der Ziel- und Strategieentwicklung für das Bildungsmanagement. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung können darüber hinaus künftig von den kostenfreien Fortbildungs- und Vernetzungsangeboten der Transferagentur profitieren.
Hintergrund: Die Transferagentur berät Landkreise und kreisfreie Städte in Rheinland-Pfalz und dem Saarland beim Aufbau eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements.
Das kostenfreie Dienstleistungsangebot umfasst Qualifizierungs- und Austauschformate, die dazu dienen, gemeinsam mit den Kommunen individuelle Bedarfe zu identifizieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.
Die Strukturen und entwickelten Strategien zielen darauf ab, Bildungsakteure vor Ort zusammen zu bringen, um in der jeweiligen Bildungslandschaft die Rahmenbedingungen für Bildung und Bildungsteilhabe zu verbessern.
Die Transferagentur wird im Rahmen des bundesweiten „Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.
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