
Bundeswehr-Panzer „Leopard 2“.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Die größte Teilstreitkraft der Bundeswehr, das Heer, wird laut eines Medienberichtes von der Bundesregierung finanziell besonders schlecht bestückt.
Demnach ging von 2018 bis 2020 nur 13 Prozent des vom Bundestag für Rüstungsvorlagen bewilligten Geldes an das Heer, obwohl in den Landstreitkräften gut ein Drittel der Soldaten beschäftigt sind. Die „Welt am Sonntag“ berichtet das und beruft sich auf eine Statistik des Verteidigungsministeriums.
Die mangelnde Berücksichtigung des Heeres bei den Rüstungsinvestitionen habe auch Auswirkungen auf die deutschen Verpflichtungen in der NATO. So wären für die schwere Division 266 Schützenpanzer Puma auf dem modernsten Rüstungsstand erforderlich, im Haushalt finanziert sind nur 194. Und sowohl für die schwere als auch für die mittlere Division fehlen Hunderte Radpanzer Boxer.
Statt zweier schwerer und einer leichten Division sollen der NATO nach dem Eckpunktepapier des Verteidigungsministeriums in Zukunft der Bundeswehr von Mitte Mai nur noch ein Großverband mit „schweren/mechanisierten Kräften“ wie den Kettenpanzern Leopard II und Puma geschaffen werden, dazu einer mit „mittleren/radbeweglichen“ und einer mit „leichten/luftbeweglichen“.
Deutschland hat der NATO eine zum intensiven Gefecht befähigte Division mit drei Brigaden bis 2027 zugesagt, bis 2032 drei Divisionen mit neun Brigade. Im Eckpunktepapier werden diese Zeitpunkte nun infrage gestellt, sie seien „gegebenenfalls neu zu definieren“. Der ehemalige NATO-General Heinrich Brauß dagegen warnt die Bundesregierung: „Für die deutsche Glaubwürdigkeit in der Allianz ist es wichtig, drei Divisionen wirklich sichtbar auf den Hof zu stellen und voll auszustatten – und zwar so wie zugesagt: bis 2032“, sagte der Generalleutnant a.D. der „Welt am Sonntag“. (dts Nachrichtenagentur/red)

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