Montag 12.Oktober 2026

Bahnknoten Winden geht wieder in Betrieb – Strecke nach Wissembourg bleibt gesperrt

1. Oktober 2026 | Kategorie: Allgemein

Bahnhof in Winden.
Foto: Pfalz-Express

Fast zehn Wochen lang war der Bahnknoten Winden für Zugreisende praktisch dicht. Am Donnerstag, 1. Oktober 2026, soll die große Sperrung endlich enden. Doch auf einer Strecke klappt der Neustart nicht: Zwischen Winden und Wissembourg können weiterhin keine Züge fahren. Beschädigte Signalanlagen machen der Bahn einen Strich durch die Rechnung.

Seit dem 24. Juli waren die Strecken Landau–Winden–Kandel, Winden–Bad Bergzabern und Winden–Wissembourg komplett für den Zugverkehr gesperrt. DB InfraGO nutzte die lange Sperrpause für umfangreiche Arbeiten an Gleisen und Weichen und für Vorbereitungen auf die neuen elektronischen Stellwerke in Winden und Kandel.

Für die Fahrgäste bedeutete das wochenlang Ersatzbusse. Betroffen waren unter anderem die Linien RE6 zwischen Karlsruhe, Landau und Neustadt, RB51 zwischen Karlsruhe, Winden, Landau und Neustadt, RB53 nach Wissembourg und RB54 nach Bad Bergzabern.

Zum 1. Oktober sollte damit Schluss sein. Noch Mitte September kündigte der Zweckverband an, dass dann auch die Gesamtstrecke Neustadt–Landau–Karlsruhe wieder befahren werden soll.

Richtung Frankreich klappt es nicht

Am Mittwochnachmittag folgte jedoch die schlechte Nachricht für Fahrgäste Richtung Elsass. DB InfraGO informierte DB Regio und den Zweckverband ÖPNV Rheinland-Pfalz Süd, dass die Strecke zwischen Winden und Wissembourg nicht rechtzeitig freigegeben werden kann.

Grund sind beschädigte Signalanlagen. Mindestens bis Freitagabend, 2. Oktober, können dort keine Züge fahren. Ob es am Wochenende klappt, wird noch geprüft.

Anders sieht es auf den beiden anderen Ästen der bisherigen Vollsperrung aus: Zwischen Landau, Winden und Wörth und auf der Strecke Winden–Bad Bergzabern soll der Zugverkehr wieder aufgenommen werden.

Zwischen Winden und Wissembourg übernehmen dagegen weiterhin Busse. In Winden sollen die Fahrgäste Anschluss an die Züge der Linie RE6 bekommen.

Zweckverband erfährt erst kurz vor Schluss davon

Für zusätzlichen Ärger sorgt die kurzfristige Nachricht der Bahn. Der Zweckverband hatte bereits am Dienstagmorgen, 29. September, nach dem Stand der Arbeiten gefragt.

Dass die Strecke nach Wissembourg am Donnerstag nicht freigegeben werden kann, teilte DB InfraGO dem Zweckverband jedoch erst am Mittwoch gegen 17.30 Uhr direkt mit. Auch DB Regio soll erst kurz zuvor erfahren haben, dass erneut Busse organisiert werden müssen.

Der Zweckverband bezeichnet die späte Information als „ärgerlich und unnötig“.

Noch nicht überall freie Fahrt

Ganz ohne Einschränkungen läuft der Bahnverkehr in der Region ab Donnerstag allerdings ohnehin noch nicht. Unabhängig von der großen Winden-Sperrung arbeitet DB InfraGO derzeit auch auf anderen Strecken.

Bis 5. Oktober gibt es unter anderem zwischen Wörth und Karlsruhe weitere Arbeiten. Dort fallen an verschiedenen Tagen einzelne Züge der Linien S3, RE6 und RB51 aus und werden durch Busse ersetzt. Auch zwischen Landau und Neustadt gibt es einzelne Ausfälle. Am 1. Oktober betrifft das beispielsweise eine frühe RB51 ab Landau.

Für Fahrgäste rund um Winden ist die wichtigste Nachricht dennoch: Die große Vollsperrung, die seit Ende Juli den Bahnverkehr in der Südpfalz kräftig durcheinandergebracht hat, endet. Nur wer Richtung Wissembourg unterwegs ist, braucht noch etwas Geduld.

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