Würzburg – Der als Axt-Attentäter von Würzburg bekannt gewordene Asylbewerber Riaz Khan Ahmadzai hatte vor seiner Einreise nach Deutschland bereits in Ungarn einen Asylantrag gestellt und war einem Kinderheim zugewiesen worden, aus dem er entfloh.
Das berichtet „Bild“ unter Berufung auf ungarische Asyl-Dokumente.
Demnach war der 17-Jährige, der sich bei ungarischen Behörden als Afghane ausgab, am 25. Juni 2015 in Budapest als minderjähriger, unbegleiteter Flüchtling registriert worden. Laut Akte wurde er unter dem von ihm angegebenen Namen „Riaz Khan Khajerkhel“ einem Kinderheim unweit der ungarischen Hauptstadt zugewiesen.
Zuvor habe das ungarische Zuwanderungsamt in Budapest dem Asylbewerber Fingerabdrücke abgenommen und diese vorschriftsgemäß in die europäische Fingerabdruck-Datenbank EuroODAC eingespeist. Kurz darauf sei der Minderjährige jedoch aus der Unterkunft entwichen.
Als der 17-Jährige fünf Tage später, am 30. Juni 2015, an der deutsch-österreichischen Grenze bei Passau auftauchte und als Flüchtling registriert wurde, sei dagegen keine Überprüfung durch Fingerabdrücke erfolgt.
Dadurch sei die Asyl-Vorgeschichte des späteren Attentäters unentdeckt geblieben. Eine Überprüfung sei erst nach der Bluttat des Flüchtlings Mitte Juli dieses Jahres erfolgt. Ahmadzai (alias Khajerkhel) hatte am 18. Juli im einem Regionalzug bei Würzburg vier Menschen angegriffen und schwer verletzt, anschließend hatte er auf der Flucht eine weitere Person mit der Axt attackiert und war schließlich durch Polizeibeamte erschossen worden.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BMAF) wollte sich gegenüber „Bild“ nicht zu dem Fall äußern, in dem wegen offensichtlicher Verbindungen zur Terrormiliz ISIS inzwischen die Bundesanwaltschaft ermittelt. (dts Nachrichtenagentur)

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Ungarn hatte 2015 im Vergleich zur Bevölkerung die meisten Asylanträge in ganz Europa. Nur dürfte sich wohl nur ein Bruchteil der Migranten dort länger als ein paar Tage tatsächlich aufhalten. Konsequente Überprüfungen oder gar Rückführungen gemäß den gültigen Abkommen? Fehlanzeige. Stattdessen mehr Rückführungen aus anderen EU-Ländern nach Deutschland als umgekehrt, aufgrund unserer geographischen Lage eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Staatsversagen par excellence…