Dienstag 13.Oktober 2026

Aussicht auf Besserung: 1. FC Köln kann hoffen

18. November 2024 | Kategorie: Freizeit & Hobby, Ratgeber

Foto: jorono / Pixabay

Aufatmen bei den Kölnern: Mit dem vergangenen 1:0-Spiel am letzten Spieltag gegen Hertha BSC konnten sich die Domstädter nach durchwachsenem Start wieder bis auf drei Punkte an die Aufstiegsplätze ranschieben. Aber ist mit dem verdienten Auswärtssieg die düstere Spielphase der vergangenen Monate endlich gebrochen?

Es war eine dunkle Phase, die der 1. FC Köln zuletzt durchlief. Nach heftigen Niederlagen gegen Paderborn und Darmstadt verflogen die Hoffnungen auf eine glorreiche Saison bei Fans und Mannschaft gleichermaßen. Von den ambitionierten Spieltaktiken oder den mutigen Ballwechseln war kaum etwas auf dem Platz zu sehen. Für die gegnerischen Teams war es somit ein Leichtes, die starke Führung zu übernehmen. Eine schmerzhafte Erfahrung, die andauerte.

Doch die grauen Wolken scheinen sich aufzulösen, denn mit dem Spiel gegen Hertha BSC bäumen sich die Kölner wieder auf. Mit einem knappen 1:0 sicherten sie sich endlich wieder einen Sieg und rückten auf den 11. Tabellenplatz vor. Ein wahrer Grund zur Freude, der wieder Licht auf die hinteren Plätze der Bundesligatabelle scheinen lässt.

Zurück zu altem Glanz?

Es bringt eine bittere Note mit sich, betrachtet man die Historie des Vereins. Als Gründungsmitglied der Bundesliga spielte der 1. FC Köln mit ein paar Unterbrechungen mehr als 35 Jahre im Oberhaus, bevor der Abstieg in der Saison 2023/2024 erfolgte. Seither rangieren die Kölner in der 2. Bundesliga und versuchen mit aller Kraft, in der Tabelle nach oben zu klettern.

Die Hoffnung auf die Rückkehr in die 1. Bundesliga ist aktuell ein Traum, den es zu verwirklichen gilt. Solange bleibt ein Spiel gegen die ewigen Meister FC Bayern München oder Bayer 04 Leverkusen, die jeweils mit einer Quote von 1,08 oder 12,00 (Stand: 18.11.) die Bundesliga Wetten dominieren, reines Wunschdenken. Das einstige Gründungsmitglied Köln kämpft derweil auf anderen Spielfeldern.

Die Chance, den Titel in der 2. Bundesliga zu holen, ist trotz aller Umstände greifbar: Mit einer Quote von 3,00 liegt Köln an erster Stelle! Hertha BSC hält mit einer Quote von 10,00 eine stabile Stellung.

Trainer Gerhard Struber dürfte der Sieg in Berlin wieder Hoffnung auf bessere Zeiten geben. Der gebürtige Österreicher ist seit Juli 2024 für Strategie, Aufstellung und Taktik der Mannschaft verantwortlich und absolvierte mit den herben Niederlagen einen unrühmlichen Einstieg auf seiner Position.

Hinter den Kulissen war bereits von personellen Konsequenzen die Rede, die jedoch noch abgewendet werden könnten. Mit veränderter Stärke auf dem Feld und einer komplexeren Strategie scheint an den richtigen Faktoren gedreht worden zu sein.

Selbstständige Aktion oder unvermeidbare Reaktion?

Einerseits müssen die Maßnahmen, die Struber ergriffen hat, lobend erwähnt werden. Auf Kritik zu reagieren und Fehler eingestehen zu können, ist eine Stärke, die nur wenige Akteure im Fußball zur Schau stellen. Allerdings blieb den Kölnern und ihrem österreichischen Trainer auch keine andere Möglichkeit, als die Reißleine zu ziehen. Ein Verharren auf die bestehenden Tatsachen wäre der sichere Weg in die 3. Liga gewesen.

Mit der neuen Ordnung könnten sich in den kommenden Spielen bessere Siegchancen offenbaren. Gegen den nächsten Gegner Greuther Fürth müssen die Kölner in der anstehenden Partie beweisen, wie fit sie sind und dass der Sieg gegen Berlin kein glücklicher Einzelfall war. Nur auf diesem Wege untermauern die Kölner ihre neue Taktik, die eine sichere Basis für den weiteren Saisonverlauf bieten könnte.

Bleibt zu hoffen, dass sich Kapitän Timo Hübers auf seine Mitspieler verlassen kann und der Jubel über Tore die Kritik der vergangenen Wochen verstummen lässt.

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