Montag, 04. Juli 2022

Ausgefeilter Asylbetrug: Mutmaßliche Schleuser im Raum Hannover verhaftet

25. April 2017 | Kategorie: Nachrichten
Sujetbild: dts Nachrichtenagentur

Sujetbild: dts Nachrichtenagentur

Hannover – Der Bundespolizei ist offenbar ein Schlag gegen Schleuserkriminalität und Asylmissbrauch gelungen: Spezialeinheiten der GSG 9 sollen am frühen Dienstagmorgen im Raum Hannover zwei mutmaßliche Haupttäter verhaftet und eine Kanzlei im Zentrum der Landeshauptstadt durchsucht haben, berichtet die „Welt“.

Gleichzeitig durchsuchten Beamte bundesweit 22 Wohnungen und Arbeitsplätze von möglichen Mittätern, unter anderem in Berlin, Pirmasens und Köln, berichtet die Zeitung weiter. Im Laufe der fast dreijährigen Ermittlungen konnten die Ermittler demnach eine hohe zweistellige Zahl an Taten dokumentieren und Haftbefehle erwirken.

Die Rede sei von einem ausgefeilten System des Asylbetrugs, nach Informationen der „Welt“ gehe die Bundespolizei davon aus, dass sich mindestens 700 Asylsuchende mit Hilfe der Beschuldigten einen Aufenthaltstitel erschlichen hätten. Bei dem Zugriff seien eine Schreckschusswaffe und gefälschte Dokumente gefunden worden.

Die Sicherheitsbehörden werfen den mutmaßlichen Haupttätern laut des „Welt“-Berichts vor, eine Art „All-Inclusive“-Schleusung etabliert zu haben – von der Ausreise bis zum erfolgreichen Antrag: Sie sollen vor allem Iraner und Afghanen nach Deutschland gelotst und diese systematisch auf das Anhörungsverfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) vorbereitet haben.

Dazu seien die Asylbewerber in Deutschland nur zum Schein zum Christentum konvertiert, um ihre Chancen zu verbessern, als Asylbewerber anerkannt zu werden, schreibt die Zeitung weiter.

Ein Rechtsanwalt soll mit den Menschen gezielt eine geschönte Identität ausgearbeitet haben, ein Dolmetscher die Betroffenen dann auf die Fragen der Asylentscheider vorbereitet haben.

Christen werden in vielen Regionen des Nahen Ostens verfolgt; Ziel der Schleuser sei es gewesen, wegen des Übertritts zum Christentum sogenannte „subjektive Nachfluchtgründe“ geltend zu machen, also Gründe, die erst nach der Ausreise eintreten.

Für eine Schleusung sollen die Beschuldigten zwischen 7.000 und 13. 000 Euro verlangt haben, deutlich mehr als üblich bei Schleusungen.

Im Mittelpunkt des Netzwerks stehen den Informationen zufolge ein 37-jähriger Schleuser und ein 54-jähriger Dolmetscher mit iranischen Wurzeln, sowie ein Anwalt für Asylrecht, die alle im Raum Hannover leben.

Einer der mutmaßliche Haupttäter soll mehrere Facebook-Seiten betrieben und dort für seine Dienste geworben haben, von der Ausstellung von Reisepässen bis hin zur „Betreuung“ im Asylverfahren. Willigten die Menschen ein, seien sie meist mit dem Flieger aus dem Iran nach Deutschland gekommen – gegen einen hohen Geldbetrag, berichtet die „Welt“ weiter.

Der Dolmetscher versuchte demnach, auch Menschen, die sich schon in Deutschland im Asylverfahren befanden, zu akquirieren.

Sie sollen ihren „Kunden“ vor allem kleine, dörfliche Gemeinden empfohlen haben. Dort seien die Gemeinden dankbarer für Neumitglieder.

Die Schleuser versuchten demnach auch, Pastoren in ihr Geschäftsmodell einzubinden. Über Geld sprachen sie den Angaben zufolge nicht, sie appellierten an deren Nächstenliebe und warben für die Neumitglieder.

Nach Informationen der „Welt“ gehen die Sicherheitsbehörden allerdings davon aus, dass die meisten Geistlichen ablehnten.

Nun ermittele die Staatsanwaltschaft Hannover gegen die mutmaßlichen Haupttäter wegen Einschleusen von Ausländern und Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung, so die Zeitung.

Auf die Schleusung steht eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren, für den Asylbetrug droht eine Strafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe.

Bei den Ermittlungen habe die Bundespolizei eng mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zusammen gearbeitet, schreibt die Zeitung.

Auf die Behörde kommt demnach einiges an Arbeit zu: Sie dürfte eine Vielzahl von Fällen nochmals überprüfen müssen. (dts Nachrichtenagentur)

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9 Kommentare auf "Ausgefeilter Asylbetrug: Mutmaßliche Schleuser im Raum Hannover verhaftet"

  1. Johannes Zwerrfel sagt:

    Im September werde ich meinen Unmut per Kreuz bekunden! So gehts nicht weiter

    Kim R.
    vor 16 Minuten
    Der Staat hat auf ganzer Linie versagt! Wem das nicht schon länger klar ist,der war die letzten 2 Jahre auf dem Mond!

    Sabine K.
    Man geht davon aus, das die meisten Geistlichen ablehnten….Das muss man sich mal genüsslich auf der Zunge zergehen lassen. Das dieser Vorgang nur die Spitze des Eisberges ist, dürfte jedem klar sein. Für die so eingeschleusten Neubürger wird das ja keine Konsequenzen haben, wie ich die deutsche Rechtsprechung einschätze. Vielleicht sollte die Justiz einmal darüber nachdenken, an dem mitwirkenden Anwalt ein abschreckendes Urteil zu statuieren

    Kommentare auf WELT.de

  2. Helmut Hebeisen sagt:

    Ach Johannes, wenn man sich die Kommentare von den sogenannten Wutbürgern auf Facebook so durchließt, kann man schnell feststellen, wo die meisten AfD-Wähler wohl zur Schule gingen. Wer also etwas schlauer ist, macht sein Kreuz nicht bei der Afd.

    • Danny G. sagt:

      In welcher Schule waren denn Sie Herr Hebeisen ?

      Im Gegensatz zu Ihnen hat Johannes wenigstens eine Meinung und versucht diese mit Beispielen zu unterlegen. Sie haben eine diffuse Antipathie einer bestimmten Partei gegenüber, die sie ständig dazu animiert andere Menschen zu beleidigen, ohne dafür Argumente zu haben.
      Zum eigentlichen Thema haben Sie sich ja noch nicht geäußert.

      Sie lesen angeblich Kommentare in Facebook, wissen dann, dass diese Menschen AfD wählen und stellen danach anhand der Kommentare fest, in welche Schule diese gegangen sind.
      Sie wissen auch genau wie „schlau“ diese Leute sind und empfehlen den „etwas Schlaueren“ nicht eine Partei zu wählen, die zu den demokratischen Wahlen in Deutschland zugelassen ist.

      Ich frage mich, wie man aus Kommentaren in Facebook herauslesen kann, wie „schlau“ ein Mensch ist.
      Und wie man messen kann, schlauer ist als ein Anderer.

      Und Menschen anhand ihres Schulbesuches in Parteischubladen zu stecken, ist für mich nicht gerade ein Zeichen von Weltoffenheit und Toleranz. Hat echt ein G’schmäckle.

      Und jetzt versuche ich schon die ganze Zeit zu ergründen, wo ich mein Kreuz machen soll, da ich mich selbst so schlecht zuordnen kann. Vielleicht können Sie mir ja eine Partei empfehlen und können das auch noch begründen.

      • Helmut Hebeisen sagt:

        Lieber Danny G.
        wieso wissen sie nicht, wo sie ihr Kreuz machen sollen ? In vielen Beiträgen machen sie doch Kreuze, da sind nur Haken dran !

        • Danny G. sagt:

          Meine Fragen waren verständlich formuliert.
          Antworten Ihrerseits sollten in einer kultivierten Konversation jetzt folgen.
          Einzig unter Gürtellinie, ohne sachlichen Bezug kam ein Einzeller…entschuldigung .. Einzeiler.
          Daher nochmal für die Schlauen unter uns meine drei Fragen:

          -In welcher Schule waren denn Sie, Herr Hebeisen ?

          -Wie kann man messen wer, schlauer ist als ein Anderer ?

          -Vielleicht können Sie mir ja eine Partei empfehlen und können das auch noch begründen.

          Und als Bonusfrage :

          Wo habe ich in anderen Beiträgen Kreuze mit Haken gemacht. Bitte Beispiele sonst gilt das als Unterstellung, bzw. Nachrede !
          Ich wette es kommen wieder nichts als leere Phrasen von Ihnen.. etwas anderes erwarte ich nicht.

          • Johannes Zwerrfel sagt:

            Guten Morgen Danny,

            Helmut Hebeisen ist SPD-ler.
            Fan von Maddin Chulz und PöbelRalle Stegner.
            Argumente kommen bei ihm so gut wie nie.
            Er kann nur Nazi, das hat er nachhaltig unter Beweis gestellt.
            Mehr nicht.
            Leider.

  3. Johannes Zwerrfel sagt:

    Warum sich Helmut Hebeisen zu den oben geschilderten Taten nicht äußert?
    Obwohl er genau solche Taten als Martin-Rufer nach noch mehr Goldstücken mitverursacht.
    Auch habe ich mir erlaubt, seinen Rechtschreibfehler zu korrigieren. (wo er wohl zur Schule gegangen worden ist?)

    😉

  4. Helmut Hebeisen sagt:

    Schaut euch folgendes Video an und überlegt euch, ob ihr wirklich für solche Leute weiterhin Werbung macht !
    https://www.youtube.com/watch?v=ycWB4mpnqtI&index=1&list=PL0qmGTCMjyhw-pRGO-UmiRMhoj0Y_Cch7

    • Johannes Zwerrfel sagt:

      Treffender Kommentar dort von nfucied:

      was ist das für eine kranke Doku … Propaganda pur… Ich sehe in der Antifa eher die NAZIS … vermummte Schlägertruppen…

      ——————-
      Da ich mich gegen die Vergewaltigungen deutscher Frauen von „Flüchtlingen“wehre und die Islamisierung Deutschlands verurteile, bin ich ein Nazi.
      Ich finde No-Go-Areas nicht in Ordnung, dort wo bis zu 80% Migranten wohnen und sich die Polizei nicht mehr hintraut…
      Ich bin ein Nazi, weil ich mich noch an die 70er/80er erinnern kann, als Frauen sich trauten, Miniröcke zu tragen, und abends das Haus zu verlassen.
      Natürlich bin ich auch ein ein Nazi, weil ich die AFD als einzige Partei sehe, die sich zumindest traut, die Missstände beim Namen zu nennen! Noch mehr „Nazis“ hier?
      (Netzfund)