„Aus Verantwortung für alle Menschen“: Heinrich Buschmann (MMB) spricht sich nachdrücklich für Corona-Impfung aus

22. Januar 2021 | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Leute-Regional

Heinrich Buschmann ist auf fremde Hilfe angewiesen.
Foto: v. privat

Südpfalz – Heinrich Buschmann, Vorsitzender der Vereinigung „Mobil mit Behinderung e.V.“ (MMB), hat sich dafür ausgesprochen, dass sich möglichst viele Menschen gegen Covid-19 impfen lassen.

Argumente dafür hat er zahlreich. Buschmann möchte den Bedenken und der Skepsis entgegentreten, die in manchen Teilen der Bevölkerung gegenüber dem neuen Impfstoff herrschen.

„Aus vielen Orten Deutschlands bekomme ich die Besorgnis, die Ängste und Unsicherheit gegenüber der Corona-Impfung mit. Aber auch die teilweise katastrophalen Zustände in Bezug Barrierefreiheit und Vorsorge für Menschen mit Behinderung“, teilte Buschmann dem Pfalz-Express mit. Das Impfzentrum in Wörth betreffe das jedoch nicht, im Gegenteil, es sei ein Vorbild: „Besser geht nicht. Es wurde wirklich an alles gedacht.“

Zu der Impfung selbst wäre die Frage nach „Pflicht oder Verpflichtung“ zulässig, sagt Buschmann. Dabei stelle sich diese Frage erst gar nicht angesichts der stetig steigenden Neuinfektionen. „Es ist ja nicht der einzelne Mensch, der sich neu infiziert – vielmehr ist es der „Multiplikator“ Mensch, der in der Lage ist, hunderte andere mit in diese tödliche Pandemie zu stürzen. Daher sehe ich die Möglichkeit sich impfen zu lassen nicht als Pflicht an, sondern als ´Verpflichtung´ im Sinne der Allgemeinheit. Wenn ich mir bewusst werde, dass ich als Überbringer vielleicht einigen hundert Menschen dem Tod näher bringe, muss die Impfung zu meiner Verpflichtung werden. Das eigene Wohl, die eigene Gesundheit steht klar im Vordergrund – aber über dem muss immer das Wohl aller stehen. Demgegenüber bin ich als mündiger Bürger dieses Landes verpflichtet.“

Buschmann weiter: „Ach, und die umstrittenen Nebenwirkungen – wenn ich mir heute einen Beipackzettel anschaue, dann dürfte ich kein einziges Medikament nehmen. Und dennoch nehmen wir bedenkenlos Medikamente zu uns, die wenigsten lesen den Beipackzettel.“ Auch wenn dort vieles in der Wahrscheinlichkeit und Möglichkeitsform beschrieben stehe, störe das die meisten Menschen nicht, da es seltene Nebenwirkungen seien.

Bei Corona aber habe man es mit einer Bedrohung aller Menschen zu tun. „Wir alle haben ältere Verwandte und Bekannte, viele haben Vorerkrankungen, die durch Covid-19 zum Verhängnis werden können. Ich selbst bin schwerstbehindert, auf Assistenzkräfte angewiesen – deren Privatleben ich nicht unter Kontrolle habe und dennoch muss ich mich tagtäglich auf direkte Berührungen einlassen. Wenn die Impfungen mich und viele Mitbürger vor einem schlimmen Schicksal bewahren können, sehe ich darin eine Verpflichtung.“

Polio, Tetanus, Diphtherie – all diese Krankheiten habe man dank gezielter Impfungen in den Griff bekommen können. Nochmals wiederholt Buschmann: „Ich sehe in der Impfung eine klare Verpflichtung für jeden zum Schutz der Allgemeinheit. Jeder sollte sich impfen lassen. Nehmen wir mal die Grippeschutzimpfung an, die wird jedes Jahr neu zusammengemischt, Langzeitstudien finden da auch nicht statt – aber es hat sich etabliert, dass man sich und andere dadurch schützen kann. Und das ist gut so.“

Die Covid-Impfung werde in vielen Teilen der Bevölkerung mir Argwohn betrachtet. Dass aber die Langzeitschäden und Folgen eines schweren Corona-Verlaufs weitaus gefährlicher sein könnten als die Nebenwirkungen der Impfung, werde sträflichst vernachlässigt.

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