Doha – In Katar ist ein Fernsehteam der ARD für etwa 14 Stunden festgenommen und anschließend fünf Tage lang an der Ausreise gehindert worden.
Der Vorfall ereignete sich bereits am 27. März, teilte die Menschenrechtsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) am Montag mit. Die beschlagnahmte Ausrüstung erhielten die Fernsehmacher erst nach mehr als vier Wochen und mit gelöschten Datenträgern zurück.
Das ARD-Team wollte über die Situation der Gastarbeiter auf den Baustellen für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 berichten. Der Reporter hatte sich im Vorfeld der Recherchereise wochenlang bei verschiedenen katarischen Stellen um Interviews und Drehgenehmigungen bemüht.
Unter anderem bat er das WM-Organisationskomitee und das Nationale Menschenrechtskomitee Katars um offizielle Einladungen und richtete Interviewanfragen an Innen- und Arbeitsministerium sowie an das Staatsoberhaupt Scheich Tamim Bin Hamad Al Thani. Die meisten dieser Institutionen reagierten jedoch auch auf wiederholte Nachfragen nicht.
Der Reporter und der auftraggebende Sender WDR wollten dennoch vor Ort nachforschen, was aus den Zusagen Katars geworden ist, die international kritisierten Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen zu verbessern. (dts Nachrichtenagentur)

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