St. Louis – In der US-Kleinstadt Ferguson, dem Ort anhaltender Unruhen nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen 18-Jährigen, sind offenbar zwei deutsche Journalisten vorübergehend von der Polizei festgenommen worden.
Das berichtet die „Welt“. Die Journalisten, die für die „Welt“-Gruppe beziehungsweise für eine Reihe von Regionalzeitungen tätig seien, seien am frühen Montagnachmittag in ein Gefängnis in Saint Louis gebracht worden.
Nach drei Stunden seien sie wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die Journalisten bestreiten der „Welt“ zufolge den Vorwurf, sie hätten einer Aufforderung der Polizei nicht Folge geleistet. Polizisten hätten die beiden Journalisten angewiesen, auf der Straße, auf der nachts Proteste stattgefunden hätten, aber zum Zeitpunkt der Festnahme alles ruhig und nahezu menschenleer gewesen sei, nicht stehen zu bleiben. „Die Polizei wollte verhindern, dass wir unseren Auftrag, über die Vorgänge in Ferguson zu recherchieren, erfüllen können“, sagte einer der Journalisten.
„Das ist eine eklatante Verletzung der Pressefreiheit.“ Sein Kollege bezeichnete die Vorwürfe als „völlig absurd“. Sie dienten offenkundig nur dem Zweck, Reporter einzuschüchtern und damit von ihrer Arbeit abzuhalten. Unterdessen setzten sich die Unruhen in der Stadt fort. Am Montag waren Soldaten der Nationalgarde in der Stadt eingetroffen, um gegen die Proteste vorzugehen.(dts Nachrichtenagentur)

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