
Dr. Marco Seul impft eine Patientin.
Foto: cmc-hi
Annweiler. Seit heute wird auch in den ärztlichen Praxen geimpft. Jedenfalls in solchen, die sich für ihre Einbeziehung in die Corona-Impfkampagne beworben haben.
So wie die allgemeinärztliche Praxis Dr. Marco Seul in Annweiler. Wir haben dort nachgefragt, wie der erste Tag gelaufen ist.
„Ich habe mich dafür vor drei Wochen bei der KV (=Kassenärztliche Vereinigung, Red.) beworben und heute die bestellte Menge an Impfdosen auch von der Apotheke erhalten“, berichtet Dr.Seul und betont, dass der zeitliche Aufwand für die erforderliche Dokumentation sich in Grenzen hält. „Ich melde täglich an das extra dafür eingerichtete Impfportal der KV die Anzahl der von mir geimpften Patienten mit Alter und dem dafür verwendeten Impfstoff“.
Geliefert wurden in der ersten Wochentranche ausschließlich Impfdosen von Biontech. Insgesamt rund 40 Dosen, davon 24 für immobile Patienten, die zuhause geimpft werden. Für die zweite Woche seien weitere 36 Dosen bestellt und zugesagt. Mehr könne er in seiner Praxis ohnehin nicht impfen, denn auch die anderen Patienten müssten ja schließlich normal weiterversorgt werden.
Die kassenärztliche Vergütung pro Impfvorgang sei fair, sagt Seul, der zeitliche Mehraufwand sei damit gedeckt.
Nach der Resonanz der Patienten gefragt, berichtet Seul, dass sich alle erleichtert gezeigt hätten, dass es mit der Impfung in der hausärztlichen Praxis nun endlich beschleunigt weitergehe: „Nur AstraZenenka will niemand“.
Impfreihenfolge der Bundesimpfverordnung wird beibehalten
Durch die Änderung der Alterszulassung bei AstraZeneca können sich seit 7. April zudem Menschen von 60 bis 69 Jahren für Impfungen registrieren.
In Rheinland- Pfalz umfasst diese Gruppe etwa 550.000 Personen. Je nach regionaler Auslastung soll mit den Impfungen bereits Ende April begonnen werden, spätestens aber Mitte Mai.
Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) betonte: „Um es noch einmal ganz klar zu sagen: Die neu geöffnete Gruppe der 60- bis 69-Jährigen erfolgt nicht zulasten der ersten oder zweiten Prioritätsgruppe.
Die Impfreihenfolge der Impfverordnung des Bundes wird in Rheinland-Pfalz beibehalten. Erst wenn die Impfungen der Menschen in der Priogruppe 2 nahezu abgeschlossen sind, wird mit Impfungen der Personen zwischen 60 und 69 Jahren begonnen.“ Dies könne regional zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Fall sein. (Günter Hirschmann)

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