
Die Tapinoma-Nester bestehen aus komplexen unterirdischen Gängen und Kammern. Diese Gänge sind oft recht klein und können ein weit verzweigtes Netzwerk bilden. Die Nester können viele Kolonien umfassen, die sich in den unterirdischen Gängen ausbreiten.
Foto: Pfalz-Express
Sondernheim – Anwohner in Sondernheim, insbesondere in den Bereichen Spielplatz Herrenfeld, Bürgerpark, Oberwald und Kleine Erlenstraße, berichten von einem ungewöhnlich starken Ameisenbefall.
Der Verdacht: Es könnte sich um die höchst invasive Ameisenart Tapinoma magna handeln. Germersheims Bürgermeister Marcus Schaile (CDU) erklärte dazu auf Anfrage des Pfalz-Express: „Wir sind derzeit dabei, ein Institut für Schädlingskunde hinzuzuziehen, um festzustellen, um welche Ameisenart es sich genau handelt.“ Es sehe zwar momentan stark nach der Gattung Tapinoma aus, aber das müsse noch bestätigt werden. Vorsorglich stehe die Stadt bereits mit einem Schädlingsbekämpfer in Kontakt. Die Ergebnisse des Instituts werden am Dienstag erwartet.
In Germersheim selbst gibt es bislang keine gemeldeten Fälle. „Unser Betriebshof ist ständig unterwegs und den Mitarbeitern würde es auffallen, wenn ameisentypische Anzeichen – wie zum Beispiel vermehrter Sand – auf den Straßen sichtbar wären“, fügte Schaile hinzu.
Auch Sondernheims Ortsvorsteher Andreas Müller (FWG) betonte gegenüber dem PEX, dass man auf das Gutachten des sachverständigen Biologen warte. Auf dieser Basis werde dann ein entsprechendes Konzept zur Bekämpfung der Ameisenplage entwickelt.

Andreas Müller an einem Tapinoma-Bau.
Foto: Pfalz-Express
Die Ameisengattung Tapinoma ist dafür bekannt, besonders schnell hartnäckige Kolonien zu bilden, die schwer zu bekämpfen sind.
Auch in Herxheim kämpfen die Anwohner aktuell gegen eine Tapinoma-Plage, die sich dort vor einigen Wochen ausbreitetet hat. (cli)

Die Ameisen bauen ihre Nester, indem sie Erde oder andere Substrate bewegen, um die Gänge und Kammern zu formen, wie hier in Sondernheim.
Foto: Pfalz-Express

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