Donnerstag, 13. Juni 2024

Agrarminister Schmidt nimmt Glyphosat-Entscheidung auf eigene Kappe

28. November 2017 | Kategorie: Politik
Christian Schmidt hat Merkel nicht gefragt. Foto: dts Nachrichtenagentur

Christian Schmidt hat Merkel nicht gefragt.
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin – Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat Verantwortung für die Zustimmung zur weiteren Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat übernommen.

„Ich habe eine Entscheidung für mich getroffen und in meiner Ressortverantwortung“, sagte der CSU-Politiker am Dienstag im ARD-„Morgenmagazin“ als Antwort auf die Frage, ob er Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor der Entscheidung informiert habe.

Er habe „rein sachorientiert als Fachminister“ in dieser Frage entschieden, sagte Schmidt weiter. Der Agrarminister verteidigte sein Abstimmungsverhalten: Nur Politiker, die dazu bereit seien, Entscheidungen zu treffen, würden das Land voranbringen.

Außerdem wäre eine Glyphosat-Verlängerung um mindestens fünf Jahre „auch ohne die Entscheidung gestern in Brüssel“ gekommen.

Für die Grünen ist es laut Spiegel online ein „ungeheuerer Vorgang“. Schmidt hatte auch gegen den Willen der SPD für die Zulassung gestimmt. (dts Nachrichtenagentur) 

Print Friendly, PDF & Email
Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

3 Kommentare auf "Agrarminister Schmidt nimmt Glyphosat-Entscheidung auf eigene Kappe"

  1. Johannes Zwerrfel sagt:

    UNFASSBAR: Merkel-Regierung ohne Mandat boxt in der EU GLYPHOSAT-Verlängerung durch +++ MERKEL will „faire“ Gespräche – und winkt krebsverdächtiges PESTIZID durch +++ Wer stoppt diese Frau +++

    • Philipp sagt:

      War halt eine Sachentscheidung vom Fachminister. Direkt wohltuend, dass mal nicht aufgrund von Ideologie und Propaganda eine Entscheidung getroffen wurde.
      Und die Sozis wissen jetzt auch, wo der Hammer hängt, wenn es zu einer großen Koalition kommen sollte!