
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin- 64 Prozent der Lehrer an Gymnasien und zum Abitur führenden Schulen gehen davon aus, dass ihre Schüler die Versäumnisse durch die Corona-Pandemie mit den aktuellen politischen Maßnahmen bis zum Ende des Schuljahres nicht mehr nachholen können.
Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Philologenverbandes hervor, über die die „Bild am Sonntag“ berichtet. Fast die Hälfte der befragten Lehrkräfte (49 Prozent) gab außerdem an, dass an ihrer Schule nicht ausreichend Fachlehrkräfte für den regulären Unterricht eingestellt worden sind.
„Wir brauchen endlich bessere Rahmenbedingungen für guten Unterricht in Deutschland, der den gestiegenen Anforderungen gerecht wird“, sagte Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Verbandes, der Zeitung. „Die Kultusminister müssen das Bildungssystem langfristig personell und materiell qualitätsorientiert stärken.“ Lin-Klitzing fordert deshalb personelle Reserven, im Idealfall eine Unterrichtsversorgung von 130 Prozent, „um allein das reguläre Unterrichtsgeschäft abdecken zu können, wenn z.B. Kollegen auf Klassenfahrt sind, Projekte begleiten und in der Elternzeit vertreten werden“.
Für die Erhebung befragte der Deutsche Philologenverband rund 7.000 Lehrkräfte im gesamten Bundesgebiet im November 2021. (dts Nachrichtenagentur)
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