
Quelle: Michael Landgraf
Frankenthal. Vor 50 Jahren wurde mit dem Amt für Religionsunterricht eine professionelle Begleitstruktur der Evangelischen Kirche der Pfalz ins Leben gerufen.
Das wurde bei einem Religionslehrertags im Frankenthaler Dathenus-Haus am 7. Oktober 2024 gefeiert, mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops. Im diesem Rahmen wurde auch die von Michael Landgraf, dem Leiter des Religionspädagogischen Zentrums Neustadt verfasste Schrift „Evangelischer Religionsunterricht in der Pfalz – damals heute-morgen“ präsentiert.
Diese fasst in prägnanter Form die Entwicklung von Schule und Religionsunterricht der letzten 200 Jahre sowie des protestantischen Bildungshandelns seit der Reformation zusammen.
Bildung sollte seit den Anfängen Gemeindeglieder mündig machen. Schule war lange jedoch von der geistlichen Schulaufsicht geprägt. Volksschullehrer hatten bis 1918 Orgeldienst zu leisten und den Religionsunterricht sah man bis Ende der 1950er Jahre als „Kirche in der Schule“. Das änderte sich in den 1960er Jahren durch die „Didaktischen Wende“, durch die man stärker vom System Schule sowie von den Schülerinnen und Schülern her dachte.
So entstanden das Amt für Religionsunterricht in Speyer sowie Religionspädagogische Zentren in den Regionen, die Materialien bereitstellten, beraten, sowie in der Ausbildung an der Universität und am Studienseminar und bei Prüfungen von Lehrkräften mitwirken.
Eigens für das Gymnasium und die Berufsbildenden Schulen entstanden Fachberaterstellen und selbst organisierte Lehrerverbände. Die Schrift richtet den Blick aber auch auf die Zukunft des Religionsunterrichts, gerade angesichts der aktuellen Debatten im Priorisierungsprozess der Landeskirche. Sie ist über das Amt für Religionsunterricht in Speyer oder über den Buchhandel erhältlich.
Lesezeichen:
Michael Landgraf, Evangelischer Religionsunterricht in der Pfalz – damals-heute-morgen, Neustadt 2024, ISBN 987-3-9825306-5-9, 5 Euro.

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