
Die Akteure des 2. Landauer Sportgesprächs: Ralf Müller, Leiter des Amts für Schulen, Kultur und Sport, Bürgermeister und Sportdezernent Dr. Maximilian Ingenthron, Marlen Müller, Leiterin des Sachgebiets Sport, Stefan Henn vom Institut für Sportstättenentwicklung in Trier und Diplom-Sportwissenschaftler Oliver Seitz (v.l.n.r.).
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Landau. Landau ist Sportstadt: Das beweisen nicht zuletzt 81 Sportvereine mit rund 18.000 Mitgliedern, die in der Südpfalzmetropole heimisch sind.
Um ihre Plätze, Hallen und anderen Sportstätten an den tatsächlichen Bedarf und die modernen Anforderungen des Schul- und Vereinssports anzupassen, hat die Stadt einen Sportstättenentwicklungsplan in Auftrag gegeben.
Um auch die Bürger an dem Prozess zu beteiligen, fand auf Einladung von Bürgermeister und Sportdezernent Dr. Maximilian Ingenthron jetzt das 2. Landauer Sportgespräch statt.
„Das Institut für Sportstättenentwicklung in Trier analysiert und bewertet die Situation der Sportstätten in Landau“, fasst Dr. Ingenthron zusammen. „Dabei arbeiten sie ebenso eng mit unserer Verwaltung wie mit den Landauer Sportvereinen zusammen.
Sport und Bewegung finden allerdings in vielfältiger Weise auch im öffentlichen Raum statt, in Parks, auf Grünflächen, inmitten der Stadt und der Stadtteile ebenso wie außerhalb der Siedlungsgrenzen. Deshalb sollen alle Bürger, die Sport betreiben bzw. Interesse an Sport haben, in das Projekt miteinbezogen werden.
Je breiter die Basis für den Prozess, desto erfolgreicher kann dieser verlaufen. Es gilt, die Weichen für die strukturelle Weiterentwicklung der Sportstadt Landau zu stellen und von den Ergebnissen können alle Sporttreibenden nur profitieren.“
Stefan Henn vom Institut für Sportstättenentwicklung stellte beim gut besuchten 2. Landauer Sportgespräch im Alten Kaufhaus den aktuellen Stand des Prozesses vor. Die Fachleute haben unter anderem bereits große Teile der Sportstätten erfasst, diese begangen und eine Vereinsbefragung durchgeführt.
Der Rücklauf der Vereine sei dabei sehr zufriedenstellend gewesen, berichtete Henn. Auch nach dem Bedarf von Kitas und Schulen an Sportstätten wurde sich erkundigt. In einem nächsten Schritt sollen 4.000 Landauer Haushalte nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, angeschrieben und befragt werden.
Trotz positiver Resonanz und guter Zusammenarbeit: Bei der Veranstaltung kam von Seiten einzelner Vereinsvertreter auch Kritik auf. Sportdezernent Dr. Ingenthron geht mit den Kritikpunkten, die sich vor allem auf die Sparte Leichtathletik beziehen, offen um.
„Es ist richtig, dass es in Landaus Sportstättenlandschaft Optimierungsbedarfe gibt. Beispielsweise wurde die fehlende Flutlichtbeleuchtung im Stadion auch durch die Fachleute des Instituts für Sportstättenentwicklung aufgegriffen. Ich halte jedoch nichts von Pauschalkritik. Wichtigste Aufgabe der Stadt Landau ist es, sicherzustellen, dass unsere Schulen ihren Schülern in angemessenem Umfang und unter guten Bedingungen Sportunterricht anbieten können.
Auch die wichtigen Aufgaben, die unsere Sportvereine für die Gesellschaft erfüllen, nehmen wir sehr ernst. Wir berücksichtigen deren Belange, soweit uns dies möglich ist. Deshalb sind sie uns auch wichtige Partner bei der Sportstättenentwicklungsplanung. Ebenso ist es uns ein Anliegen, allen Bürgern die Möglichkeit zu bieten, sich nach ihren Möglichkeiten und Interessen sportlich in unserer Stadt zu betätigen.“
Als positives Beispiel für die Förderung des Breitensports in Landau nannte der Sportdezernent den Fitnessparcours des Schwimm- und Sportclubs (SSC). Er könne sich vorstellen, dass dieses großartige Angebot in Landau Schule machen und einen Ausbau erfahren werde, so Dr. Ingenthron.
Mit dem Abschluss der Sportstättenentwicklungsplanung ist bis Sommer 2018 zu rechnen; bis dahin werden noch zwei weitere Sportgespräche stattfinden.

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