Mittwoch, 23. Oktober 2019

Zweites Unternehmertreffen ein Erfolg: Hirsch: „Stadt braucht Unternehmen in allen Sparten“

25. April 2016 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Regional, Wirtschaft in der Region
Zweites Unternehmertreffen im Alten Kaufhaus. Foto: Pfalz-Express/Ahme

Man traf sich zum zweiten Unternehmertreffen im Alten Kaufhaus.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Landau. JUST- das Unternehmerforum lud am Wochenende zum zweiten Unternehmertreffen ins Alte Kaufhaus ein.

Moderator Frank Neidlinger hatte schon bei der Begrüßung das Motto der Veranstaltung erklärt: „Wir gehören alle zusammen und nur gemeinsam sind wir stark“.

Auch JUST-Vorsitzende Silke Nissen hieß die Gäste aus Politik und Wirtschaft herzlich willkommen. Der JUST, vor 16 Jahren gegründet, sei nun endgültig erwachsen geworden, so Nissen.

„Die Stadt braucht Unternehmen in allen Sparten, ob regional oder überregional, ob „hidden champion“ oder breite Masse, ob Handwerker oder Akademiker. Die breite Masse macht´s, dann kann man wirtschaftlich erfolgreich sein“, so OB Thomas Hirsch.

Unbezahlbar seien Ratschläge von „denen, die schon Erfahrung und Wissen angesammelt haben. Glückwunsch zu diesem nicht selbstverständlichen Zusammenwirken“, lobte Hirsch das JUST-Team, das die Veranstaltung in Zusammenwirken mit verschiedenen Sponsoren auf die Beine gestellt hatte.

Das prall gefüllte Tagesprogramm sah Referate und Wirtschaftsrunden vor. Dazwischen gab es genügend Gelegenheit, sich auszutauschen und dem nachzugehen, was ja schließlich auch beabsichtigt war, zu „netzwerken“. Zu diesem Zweck war schon im Vorhinein dazu aufgerufen worden, genügend Visitenkarten einzustecken. Stände der Kooperationspartner im großen Saal machten es zusätzlich ganz leicht, sich zu informieren.

Foto: Pfalz-Express/Ahme

Foto: Pfalz-Express/Ahme

Management-Prinzipien und Marketing-Strategien nahmen die zweite Hälfte des Tagesprogramms ein. Der Morgen gehörte Arbeits-und Finanzmarktreferaten und einer Wirtschaftsrunde „Trilogie der Finanzwirtschaft“ mit VR-Bank Südpfalz, Sparkasse SÜW und ISB-RLP. Gemeinsam mit Banken steht die ISB den Unternehmen als Ansprechpartner zur Seite, sie ist das Förderinstitut des Landes Rheinland-Pfalz.

Das Handwerk muss sich der digitalen Zukunft stellen, prognostizierte zum Beispiel der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer der Pfalz, Ralf Hellrich. Apps, Drohnen, die im Dachdeckerberuf schon jetzt eingesetzt werden, der Datenchip im Auto – die Arbeitswelt wird sich verändern und damit auch die berufliche Welt im Handwerk. „Der Mittelstand wird erheblich von der Digitalisierung betroffen sein“, so Hellrich. Dass der Lehrling oder Geselle seinem Meister da noch weiter helfen müsse, steht für Hellrich außer Frage.

Ralf Hellrich: "Das Handwerk befindet sich im Spannungsfeld zwischen Digitalisierung und Fachkräftemangel". Foto: Pfalz-Express/Ahme

Ralf Hellrich: „Das Handwerk befindet sich im Spannungsfeld zwischen Digitalisierung und Fachkräftemangel“.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Die „Entkrampfung der Systematik Abi danach Studium“ sieht Hellrich ebenso wichtig an. Der Meisterbrief stehe auf gleichem Niveau mit dem „Bachelor“ im Ranking. „Das ist aber in den Köpfen noch nicht angekommen“. Vom Hörsaal zum Handwerk – warum eigentlich nicht?

Diplom-Verwaltungswirt Lothar Horder von der Agentur für Arbeit sprach auch ein hoch interessantes Thema an, nämlich die Veränderungen im Arbeitsmarkt. Geprägt durch Globalisierung, demografische Anforderungen sowie durch strukturelle Veränderungen habe sich bereits in einigen Branchen ein spürbarer Fachkräftemangel entwickelt. Vor allem Pflegeberufe, speziell die Altenpflege müssen über einen eklatanten Fachkräftemangel klagen.

Ralf Horder: Fachkräftemangel? Der Kampf um die Köpfe hat längst begonnen!" Foto: Pfalz-Express/Ahme

Ralf Horder: Fachkräftemangel? Der Kampf um die Köpfe hat längst begonnen!“
Foto: Pfalz-Express/Ahme

„Der Kampf um die Köpfe hat längst begonnen“. Die Ausbildungsbereitschaft sei nachwievor hoch, aber die Auszubildenden können sich jetzt zwischen vielen Angeboten entscheiden. An die Arbeitgeber gewandt, riet Horder, auch den Jugendlichen „auf den zweiten Blick“ eine Chance zu geben. „Die sind oft sehr motiviert“. (desa)

Unternehmertreffen im Alten Kaufhaus. Trilogie der Finanzwirtschaft mit Sparkasse SÜW, VR Bank Südpfalz und ISB RLP. Foto: Pfalz-Express/Ahme

Unternehmertreffen im Alten Kaufhaus. „Trilogie der Finanzwirtschaft“ mit Sparkasse SÜW (vertreten durch Bernd Jung, 2.v.r.), VR Bank Südpfalz (Clifford Jordan, r.) und ISB RLP (Dr. Ulrich Link). Ganz links Moderator Frank Neidlinger.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

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