
Marietta Heid-Gensheimer erhielt im Queichtalmuseum die Ehrennadel, überreicht von Landrat Dietmar Seefeldt (rechts), in Anwesenheit von Bürgermeister Axel Wassyl (links).
Archivfoto aus 2021: kv süw
Offenbach. Am 12. März 2025 verstarb Marietta Heid-Gensheimer. Die Trauerfeier für sie fand am 15. März in der Offenbacher katholischen Kirche statt, die Beerdigung schloss sich der Trauerfeier an.
Ihr Tod hinterlässt eine spürbare Lücke in ihrer Heimatgemeinde sowie in den zahlreichen Vereinen und Organisationen, denen sie sich über Jahrzehnte mit Herzblut widmete.
Marietta Heid-Gensheimer war weit mehr als nur eine Ehrenamtliche – sie war eine Institution. Geboren 1960 in Offenbach, prägte sie über 45 Jahre den karnevalistischen Tanzsport, zunächst als erfolgreiche Trainerin in Offenbach und Mannheim, später in leitenden Positionen beim Bund Deutscher Karneval (BDK) und im Präsidium der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalvereine.
Ihre Expertise und ihr Engagement machten sie zu einer bundesweit anerkannten Beraterin in der Szene, die mit fast 400 Vereinen verbunden war. Selbst Fernsehsitzungen des Karnevals trugen ihre Handschrift – ein Beweis für ihre Vielseitigkeit und ihren Einfluss.
Neben ihrer Leidenschaft für den Tanzsport widmete sich Heid-Gensheimer auch der Politik und dem Gemeinwohl. Seit 1979 war sie Mitglied der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Offenbach, ab 1993 im Vorstand aktiv und seit 2004 Mitglied des Gemeinderats.
2006 wurde sie zur ersten Beigeordneten der Ortsgemeinde gewählt, eine Position, die sie ab 2019 auch in der Verbandsgemeinde Offenbach innehatte. Ihr Einsatz für Kultur, Soziales, Sport, Kinder, Jugend, Senioren und Tourismus – insbesondere im Mehrgenerationenhaus Offenbach – wurde 2021 mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz gewürdigt.
Landrat Dietmar Seefeldt überreichte ihr diese Auszeichnung im Queichtalmuseum und lobte dabei ihr „vielfältiges Engagement“ für die Allgemeinheit.
Ihr Tod kam für viele überraschend und löst tiefe Bestürzung aus. Doch unabhängig davon bleibt ihr Vermächtnis unvergessen: Marietta Heid-Gensheimer stand für Gemeinschaft, Leidenschaft und unermüdlichen Einsatz.
Sie hinterlässt nicht nur ihre Familie, sondern auch eine Gemeinde und eine Karnevalswelt, die ihr viel zu verdanken haben.
In Gedenken an sie wird man sich in Offenbach und darüber hinaus an eine Frau erinnern, die mit Hingabe und Kompetenz Brücken baute – zwischen Menschen, Generationen und Traditionen. Ihr Wirken wird weiterleben, in den Herzen derer, die sie kannten, und in den Strukturen, die sie mitgestaltete.
Nachruf der Verbandsgemeinde Offenbach und der Ortsgemeinde Offenbach
Wir trauern um Marietta Heid-Gensheimer.
Seit 2019 war sie Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde und seit 2014 Mitglied des Verbandsgemeinderates. In der Zeit von 2004 bis 2024 war sie Mitglied im Gemeinderat Offenbach und von 2006 bis 2019 Erste Beigeordnete der Ortsgemeinde Offenbach.
Marietta Heid-Gensheimer hat sich über viele Jahre hinweg mit großem Engagement und hoher Fachkompetenz für das Wohl ihrer Heimatgemeinde eingesetzt. Besonders hervorzuheben ist ihre Verdienste um die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger.
Als Erste Beigeordnete hat sie zahlreiche Projekte mitgestaltet und entscheidenden vorangetrieben. Ihr unermüdlicher Einsatz für das Gemeinwohl, ihre Verlässlichkeit und ihr menschliches Wesen werden uns stets in Erinnerung bleiben.
Wir verlieren mit Marietta nicht nur eine engagierte Kommunalpolitikerin, sondern auch eine geschätzte Kollegin, deren Rat und Herzlichkeit stets willkommen waren.
Verbandsgemeinde Offenbach: Bürgermeister Axel Wassyl und Beigeordnete Pia Werling
Ortsgemeinde Offenbach: Ortsbürgermeister Simon Wingerter sowie die Ortsbürgermeister Elke Thomas (Bornheim), Martin Hammer (Essingen), Timo Reuther (Hochstadt).

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