Wörth: Am Badepark soll Ganzjahresbad entstehen – Kreis soll Investitionszuschüsse vorrangig behandeln

6. Oktober 2020 | Kategorie: Allgemein, Kreis Germersheim, Politik regional

Badepark Wörth
Foto: Pfalz-Express

Wörth – Der Stadtrat der Stadt Wörth hat beschlossen, ein Ganzjahresbad am Standort Badepark zu errichten und bis zu dessen Inbetriebnahme das bestehende Hallenbad wieder in einen betriebsfähigen Zustand zu versetzen.

Dazu ist die Behebung sicherheitsrelevanter Schäden und Mängel erforderlich, teilte die Stadt mit.  Die Kosten werden auf 1,1 Millionen Euro geschätzt. Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche (SPD)informiert darüber, dass die Stadtverwaltung einen Antrag auf Bezuschussung der Bau- und Sanierungsmaßnahmen an die Kreisverwaltung gerichtet hat. Der Sportstättenbeirat des Kreises Germersheim, der jährlich eine Prioritätenliste für Investitionen in Sportanlagen erstellt, tagt am Donnerstag, 8.10.2020. Aufgrund der im Sportstättenbeirat beschlossenen Prioritätenliste verteilt der Kreis die Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz auf die verschiedenen Projekte aus dem Kreisgebiet. Üblicherweise werden ein oder zwei Projekte pro Jahr unterstützt.

„Das Wörther Hallenbad hat erhebliche Bedeutung für den Schulsport, für den Schwimmverein, für die DLRG, für den Triathlon-Verein, für die Gesundheitsvorsorge und den allgemeinen Schwimmbetrieb“, betont Bürgermeister Nitsche. Daher habe der Stadtrat Wörth eine Sanierung des Bades beschlossen, unter der Maßgabe, dass der Kreis sich an diesen Kosten beteiligen solle. „Wir beantragen, dass der Sportstättenbeirat des Kreises die Sanierung des Hallenbads und auch den Neubau des Ganzjahresbads auf Priorität 1 setzt“, so Nitsche. Die hohe Bedeutung des Bads, die hohe Anzahl an Nutzern und die besondere Bedeutung des Bads für das gesamte Kreisgebiet rechtfertige diese Priorisierung.

Der Sportstättenbeirat setzt sich zusammen aus dem Landrat, Mitarbeitern der Kreisverwaltung und dem Vorsitzenden des Pfälzischen Sportbundes. Die Stadt hat mit ihrem Antrag umfassende Unterlagen zum Hallenbad sowie zum Ganzjahresbad an die Kreisverwaltung weitergegeben.

Linke sagt Unterstützung zu

Kreistagsmitglied Markus Westermann (Die Linke) teilte mit, er unterstütze den Vorschlag der Stadt, dass sich der Landkreis Germersheim an den Kosten für die Sanierung des Hallenbads substanziell beteiligt. Der „Abgasbetrug des Daimler-Konzerns“ sowie die Corona- und Wirtschaftskrise hätten die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Wörth massiv einbrechen lassen.

Dazu erklärt Westermann: „Die Bedeutung des einzigen größeren Hallenbads im Landkreis geht über die Stadt hinaus. Das Bad ist ein wichtiger Pfeiler der öffentlichen Daseinsvorsorge in der Region. Es sichert das Engagement von Vereinen, die Rettungsschwimmerausbildung und den Schwimmunterricht für Kinder.“

Auch wegen der mangelnden Schwimmfähigkeiten vieler Kinder und der vielen Gewässer im Landkreis sei das Hallenbad unverzichtbar. „Deshalb braucht es eine substanzielle Beteiligung des Landkreises an den Sanierungskosten und die schnellstmögliche Wiedereröffnung des Bades zum Herbst 2021.“

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