
Die nächste Stolpersteinverlegung in Landau findet am 4. April statt.
Quelle: Stadt Landau
Landau. „Mahnmale von unten“ nennt der Kölner Künstler Gunter Demnig die Stolpersteine, die er seit dem Jahr 1992 in ganz Europa verlegt.
In Landau erinnern bald 336 solcher Steine an die Opfer des Nationalsozialismus: Am Freitag, 4. April, kommt Demnig zur 20. Verlegung nach Landau und lässt insgesamt 18 Stolpersteine vor acht Gebäuden im Stadtgebiet – darunter auch erstmals Anwesen im Stadtdorf Arzheim – in den Boden ein.
Beginn der Verlegung ist um 9 Uhr vor der Xylanderstraße 6. Beigeordnete Lena Dürphold als zuständige Dezernentin wird eine kurze Ansprache halten, bevor Mitglieder der Stolperstein-Initiative Landau die Biografien der Opfer verlesen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zu dieser ersten Station herzlich eingeladen.
Aus organisatorischen Gründen werden Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer und Künstler Gunter Demnig die Stolpersteinverlegungen an den weiteren Adressen ohne Beisein der Öffentlichkeit durchführen.
Wer jedoch mehr über die neusten Verlegestellen und die Menschen, an die dort gedacht wird, erfahren möchte, sollte am Sonntag, 6. April, um 11 Uhr bei der gemeinsamen Informationsveranstaltung des Stadtarchivs und der Stolperstein-Initiative im Museum für Stadtgeschichte (Maximilianstraße 7 in Landau) vorbeikommen. Zur besseren Planung bittet das Organisationsteam um Anmeldungen per Mail an stadtarchiv@landau.de.
Die neuen Stolpersteine erinnern an:
Helene und Erika Weglein (Xylanderstraße 6)
Regine Weil, Bertha Bloch sowie Sigmund und Emilie Oestreicher (Xylanderstraße 21)
Isaak, Flora, Karl und Paul Weiss (Xylanderstraße 23)
Siegfried, Alice und Hans Günther Weiss (An 44 Nr. 7)
Victor Weiss (Martin-Luther-Straße 28)
Alfred Abraham (Rummelsberg 4)
Bertha und Margarete Abraham (Rummelsberg 12/14)
Ernst Abraham (Rummelsgasse 3)
Eine Karte mit allen Landauer Stolpersteinen findet sich im städtischen GeoPortal auf https://maps.landau.de unter dem Themenbereich „Geschichte & Historisches“.
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