
Am Vormittag war die Pirmasenser Feuerwehr von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion zu einem überörtlichen Einsatz beordert worden. Mit insgesamt 17 Kräften und fünf Fahrzeugen sind die Kameraden zunächst nach Emmelshausen im Rhein-Hunsrück-Kreis ausgerückt.
Foto: Feuerwehr Pirmasens
Bad Dürkheim. Aus dem Landkreis Bad Dürkheim sind heute (15. Juli) 50 Feuerwehrleute zu einem 72-Stunden-Einsatz in die Eifel aufgebrochen, um dort bei der Hochwasserkatastrophe zu unterstützen.
Sie kommen alle von Wehren aus der Verbandsgemeinde Leiningerland und werden am Sonntag abgelöst von weiteren 50 Feuerwehrleuten aus dem Landkreis Bad Dürkheim. Die Kreis-Wehren koordinieren momentan, wer die Ablöse übernimmt.
Aufgebrochen sind die Feuerwehrleute am Nachmittag in zehn Mannschaftstransportern. Diese Fahrzeuge wurden explizit angefordert, weil sie momentan im Einsatz vor Ort gebraucht werden.
Außerdem bringen die Feuerwehrleute aus dem Kreis Material mit in den Norden: zum Beispiel Feldbetten, Tauchpumpen, Notstromerzeuger und Sandsäcke. Das Material wird von mehreren Wehren aus dem gesamten Landkreis beigesteuert. Trotz der Entsendung bleibt auch der Landkreis weiter einsatzfähig für einen Notfall. Koordiniert wird der Einsatz von der Integrierten Leitstelle Ludwigshafen.
„Wir hören aus dem Norden erschütternde Nachrichten, das ist eine schreckliche Situation für die Menschen vor Ort“, sagt der für den Katastrophenschutz zuständige Kreisbeigeordnete Sven Hoffmann.
„Uns war heute Morgen direkt klar, dass wir hier auf jeden Fall helfen müssen. Das ist selbstverständlich in der Familie der Rettungskräfte, dass man sich gegenseitig unterstützt.“ Es sei wichtig, den Wehren vor Ort mit zusätzlichen Kräften zu helfen, um der Lage besser Herr zu werden. Aber auch, um für die Männer und Frauen, die seit Stunden im Einsatz sind, eine Ablöse bereitstellen zu können.
„Wir haben bei uns momentan eine Situation, die es zulässt, dass wir Personal, Material und Fahrzeuge entbehren. Dann tun wir das auch. Das ist Teil des Zusammenhalts innerhalb der Feuerwehrfamilie.“
Hilfe aus Landau und Kreis Südliche Weinstraße…
Die Hilfsbereitschaft im Land ist enorm. Auch die Feuerwehren aus Landau und Kreis Südliche Weinstraße sind oder waren im Einsatz im Norden des Landes.
…sowie aus Pirmasens
Ebenso sind die Pirmasenser Feuerwehr und Mitglieder der Schnelleinsatzgruppe auf dem Weg ins Katastrophengebiet, um sich an der Rettungsaktion zu beteiligen.
Insgesamt 15 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr sowie zwei Mitglieder der Schnelleinsatzgruppe sind auf dem Weg zur zentralen Anlaufstelle nach Emmelshausen im Rein-Hunsrück-Kreis. Von dort aus werden die Einsätze koordiniert.
Mit fünf Fahrzeugen und zwei Anhängern, darunter ein Wechselladerfahrzeug sowie ein Gerätewagen, sind die Helfer ausgerückt. Im Hof der Feuerwache in der Gasstraße wurden am Vormittag die entsprechenden Vorbereitungen getroffen, Fahrzeuge aufgerüstet und Material verladen.
Im Gepäck haben die Männer 14 Großpumpen mit Stromerzeugern und Zubehör sowie 1 000 Sandsäcke. Dazu Material und Verpflegung, um im Notfall autark über mehrere Tage agieren zu können. Die Dauer des überörtlichen Einsatzes ist derzeit noch nicht absehbar.
Beigeordneter Denis Clauer zeigte sich von den Bildern aus den betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen erschüttert. „Wir sind mit unseren Gedanken bei den betroffenen Familien und ihren Angehörigen“, so Clauer.
Er bedankte sich bei den hoch motivierten Pirmasenser Einsatzkräften, die vor Ort einen wichtigen Beitrag leisten können.
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