Dienstag 6.Oktober 2026

Wagenknecht will Überraschungs-Ministerpräsident für Sachsen-Anhalt

„Werden uns enthalten, auch wenn es zur AfD-Minderheitsregierung kommt“

23. Juni 2026 | Kategorie: Allgemein, Politik

Sahra Wagenknecht (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur

Magdeburg – BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht will Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) durch eine überparteiliche, namentlich nicht benannte Person ablösen.

Zu ihren Anforderungen sagte sie der „Mitteldeutschen Zeitung“: „Der Regierungschef sollte Erfahrung aus der Leitung größerer Organisationen mitbringen. Dazu muss man keine Parteikarriere haben. Diejenigen, die sich im Machtgerangel etablierter Parteien durchsetzen, sind oft nicht die Geeignetsten.“

Auf die Frage, warum sie den Namen ihres Wunschkandidaten nicht nenne, sagte Wagenknecht: „Ich sage, welche politischen Inhalte ein von uns unterstützter Kandidat vertreten muss. Bei den anderen Parteien kann man in der Regel vor der Wahl nicht wissen, was sie nach der Wahl wirklich machen.“

Wagenknecht warb dafür, die AfD in die nächste Landesregierung einzubinden. „Eine 40-Prozent-Partei kann man nicht einfach ausgrenzen. Ich war auch nie dafür, der AfD Ausschussvorsitze oder Ähnliches zu verweigern, wenn sie aufgrund ihrer Stärke ein Anrecht darauf hat“, sagte Wagenknecht.

„Sollte unser Vorschlag eines überparteilichen Ministerpräsidenten keine Unterstützung finden, werden wir uns enthalten, auch wenn das zu einer AfD-Minderheitsregierung führt.“ (dts Nachrichtenagentur)

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