Sonntag 11.Oktober 2026

Vulcan Energy gibt Ergebnisse des Produktionstests an der ersten neuen Bohrung im Lionheart-Projekt bekannt

21. Januar 2026 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße

Cris Moreno, Managing Director und CEO von Vulcan Energy
Foto: Rolf H. Epple/Pfalz-Express

Insheim. Vulcan Energy Resources Limited hat die Ergebnisse eines Produktionstests an der Bohrung LSC-1 am Standort Schleidberg in der Gemarkung Insheim veröffentlicht.

Der Test erfolgte über den Seitenast LSC-1b. Bereits im November 2025 hatte das Unternehmen nach Abschluss der vertikalen Bohrung LSC-1 und des ersten Seitenasts LSC-1a positive geologische Daten, Temperaturwerte sowie Lithiumkonzentrationen in der Thermalsole mitgeteilt.

Der nun durchgeführte mehrstufige Produktionstest am Seitenast LSC-1b diente der Ermittlung der Reservoirleistung, insbesondere der Produktions- und Durchflussraten.Die Testergebnisse zeigen unter den gegebenen (teilweise eingeschränkten) Bedingungen einen Produktionsindex (PI) von 2,1 bis 2,5 l/s/bar.

Daraus ergibt sich eine potenzielle Förderrate von etwa 105 bis 125 l/s bei entsprechender Absenkung. Diese Werte liegen über den im Feldentwicklungsplan (Field Development Plan) für das Lionheart-Projekt angesetzten durchschnittlichen Förderraten von 84 bis 94 l/s.

Die übrigen Reservoirparameter entsprechen nach Unternehmensangaben den Erwartungen oder liegen darüber. Bei LSC-1 handelt es sich um die fünfte Bohrung im Rahmen der ersten Projektphase „Lionheart“. Bereits in Betrieb sind je zwei Bohrungen in Insheim und Landau.

Die unternehmenseigene Bohrgesellschaft Vercana setzt die Bohrarbeiten fort. Für die zweite Jahreshälfte 2026 ist die Errichtung der zweiten Bohranlage V10 am Standort Trappelberg in der Gemarkung Rohrbach geplant. Nach Abschluss der Komplettierungsarbeiten an LSC-1 soll die Anlage V20 zur nächsten Bohrung LSC-2 verlegt werden.Im Gesamtplan für das Lionheart-Projekt sind bis zu 28 Bohrungen an sieben Standorten in und um Landau vorgesehen.

Ziel ist die jährliche Produktion von bis zu 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat aus lithiumhaltiger Thermalsole. Zusätzlich soll durch die Nutzung geothermischer Energie etwa 275 GWh Strom und 560 GWh Wärme pro Jahr erzeugt werden. Cris Moreno, Managing Director und CEO von Vulcan Energy, erklärte: „Die Ergebnisse des Produktionstests an LSC-1b bestätigen und stärken die bisherigen Erwartungen an die Reservoirqualität.

Der Test wurde sicher, effizient und budgetgerecht durchgeführt. Die Daten erhöhen die Planungssicherheit für die Umsetzung der ersten Projektphase, deren Bau nach Abschluss des Finanzierungspakets im Dezember 2025 begonnen hat.

Nach geplantem Produktionsstart 2028 soll das Projekt Europa mit lokal produziertem Lithium versorgen und durch geothermische Energie einen Beitrag zur regionalen Wärmeversorgung leisten. “Vulcan Energy verfolgt mit dem Zero-Carbon-Lithium™-Ansatz die kombinierte Gewinnung von Lithium und erneuerbarer Geothermieenergie im Oberrheingraben.

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