Berlin – Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller, hofft nach einer Übernahme der RWE-Ökostromtochter Innogy durch Eon auf sinkende Strompreise in Deutschland.
Jeder Wettbewerber, der vom Strommarkt verschwinde, sei für den Verbraucher „eine traurige Nachricht“, sagte Müller dem „Handelsblatt“.
„Innogy ist aber ein eher teurer Grundversorger, darum ist zu hoffen, dass Eon die Strompreise senken wird.“
Dennoch sollte das Kartellamt aus Müllers Sicht „einen kritischen Blick auf die Fusion werfen, um sicher zu gehen“. Die Grünen reagierten besorgt auf den Eon-Innogy-Deal.
„Der deutsche Strommarkt leidet ja immer noch unter zu wenig Wettbewerb, und die niedrigen Börsenpreise kommen bei den Verbrauchern nach wie vor nicht an“, sagte die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Tabea Rößner.
„Insofern ist es keine gute Nachricht, wenn Wettbewerber verschwinden.“ Die Übernahme von Innogy durch Eon müsse nun „genauestens vom Kartellamt geprüft werden“, sagte Rößner weiter.
Denn die Marktmacht großer Unternehmen habe immer Auswirkungen auf die Verbraucher. „Gerade der Strommarkt ist ein hart umkämpfter Markt, und eine Neuordnung darf am Ende nicht der Verbraucher zahlen“, betonte die Grünen-Politikerin. (dts Nachrichtenagentur)

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Kritiker fürchten einen Anstieg der Strompreise.
Seit der rotgrünen Einführung des EEG (öko-Energiewende) im Jahr 2000 kennt der Strompreis nur EINE Richtung: Nach oben.
Mittlerweile hat Deutschland den teuersten Strom Europas. Gratulation!
Der Strompreis an der Börse ist aber gefallen.
Strom kostet europaweit 3-4 ct/kWh und du als Stromkunde zahlst aber fast 30 Cent pro kWh.
Die Differenz sind Öko-EEG, Abgaben, Steuern und staatlich festgelegte Netznutzungsgebühren. Das macht etwa 85% des deutschen „Strompreises“ aus.
Der Staat braucht Geld.
Da zahlen wir doch gerne.
Der Anteil am Strompreis, der je nach Anbieter variabel ist, ist minimal.
Die staatlich vorgegebenen Preisanteile hingegen sind für alle gleich und kennen nur eine Richtung: nach oben!
Da gibt es für den Endpreis nur wenig Spielraum. Wenn wir Glück haben, bleibt der Preispreis konstant, ansonsten ist wohl eher eine Tendenz nach oben zu erwarten.
Sparen lässt sich nur mit regelmäßigem Anbieterwechsel unter Mitnahme der jeweiligen Fangprämien.