Sonntag, 22. September 2019

Urkundenverleihung auf der Messe “Wein am Dom“: 30 Jahre Bioland-Weinbau im Weingut Breiling und Weingut Isegrim-Hof

6. April 2014 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Kreis Bad Dürkheim, Kreis Südliche Weinstraße, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer

Bioland Landesgeschäftsführerin Sabine Berger, Peter Breiling (Weingut Breiling), die pfälzische Weinprinzessin Marie-Joelle Ohler, Klaus Wolf (Isegrim-Hof) und Bioland Landesvorsitzender Manfred Nafziger.
Foto: bioland

Mainz./Speyer/Maikammer/Bad Dürkheim.Sechs Winzer aus der Pfalz schlossen sich 1984 Bioland an, darunter das Weingut Breiling in Maikammer und das Weingut Isegrim-Hof in Bad Dürkheim-Ungstein.

„Einen Öko-Weinberg erkannte man damals von Weitem an der Begrünung, Junganlagen nicht ausgenommen,
und im Keller gärte der Wein spontan“, berichteten die Jubilare Peter Breiling und Klaus Wolf
bei der Urkundenverleihung durch Bioland Landesgeschäftsführerin Sabine Berger am Samstag, 5. April
im Speyerer Ratssaal bei “Wein am Dom. Dem Weinforum der Pfalz“.

Beide befanden sich in der Ausbildung als ihre Väter die Weinberge auf organisch-biologischen Weinbau
umstellten. Peter Breiling erinnerte sich daran, seinen Vater zum Erfahrungsaustausch auf die wenigen
biologischen Weingüter, wie das Weingut Sander in Mettenheim, begleitet zu haben. Die Weingüter
halfen sich damals selbst, entwickelten eigene Lösungen, zum Beispiel für die Unterstockbearbeitung,
und setzten auf Handarbeit.

Diese Zeiten sind längst vorbei. Die Mechanisierung hat auch beim Bioland-
Weinbau für Arbeitserleichterung gesorgt, neue Rebflächen kamen hinzu und mehr Zeit wird investiert
in die Vermarktung der Weine und die Verwaltung. Aus der einstigen Selbstkontrolle wurde eine behördliche
Kontrolle nach Verbandsrichtlinien und den EU-Verordnungen für den Weinbau und jüngst
auch für die Kellerwirtschaft.

Eine starke Gemeinschaft
Vierzig Bioland-Winzer gibt es heute in der Pfalz. Ihr Sprecher ist Peter Breiling, der in 20 Jahren rund
200 Gruppentreffen organisiert hat, auf den verschiedenen Mitgliederbetrieben, aber oft auch in seinem
Haus. „Wir besuchen uns gegenseitig, weil jedes Weingut einen eigenen Schwerpunkt hat und wir uns so
fachlich austauschen und weiterentwickeln können“, erklärte der Pfälzer Sprecher. Auch ihn hat es wieder
gepackt: Seit fünf Jahren experimentiert er erneut mit der Begrünung.

Nachwuchsflut im Öko-Weinbau

Heute ist biologischer Weinbau im Trend. Längst werden Bio-Weingüter kompetent beraten und viele
Lehrlinge suchen die Ausbildung auf einem Bio-Weingut. „Anders als in der Landwirtschaft hat der
Weinbau keine Nachwuchssorgen, im Gegenteil, beim Öko-Weinbau herrscht Nachwuchsflut“ berichtete
Klaus Wolf, der sich um die Betriebsnachfolge keine Sorgen machen muss und auch ausbildet.

Die sechszehn Bioland-Winzer-Kollegen im Ratssaal sind stolz auf die beiden Pioniere, die, da sind sie
sich einig, nichts anders gemacht hätten.

Infos:

Rund 250 Bioland-Winzer und -Winzerinnen mit rund 1500 Hektar Rebfläche wirtschaften in den deutschen
Weinanbaugebieten und Südtirol, Tendenz steigend. Die Pfalz ist mit 40 Weingütern Schwerpunkt
des Bioland-Weinbaus in Rheinland-Pfalz.

Mehr Informationen über die organisch-biologische Arbeitsweise und die Bioland-Weingüter
unter: www.bioland.de (red)

 

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