
Foto: Pfalz-Express
Rheinland-Pfalz – Wer in Rheinland-Pfalz baden gehen möchte, kann sich freuen: Fast alle Badeseen im Land bieten im Jahr 2025 eine hervorragende Wasserqualität.
Das teilte das Landesamt für Umwelt anlässlich des EU-Badegewässerberichts von 2024 mit.
„Dieses Frühjahr war eines der trockensten und wärmsten seit 1881. Je wärmer und trockener es ist, desto eher können sich gesundheitsschädliche Blaualgen bilden und den Badespaß trüben. Deshalb ist es wichtig, die Situation in den Badegewässern regelmäßig zu überprüfen. Im Moment gibt es grünes Licht für fast alle der 66 EU-Badeseen in Rheinland-Pfalz“, erklärte Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder.
Im sogenannten „Badegewässeratlas“ (www.badeseen.rlp.de) sind die aktuellen Messwerte aller Badeseen veröffentlicht. Fast alle Gewässer erfüllen die strengen EU-Grenzwerte für eine gute Wasserqualität. Nur der Germersheimer See wurde mit „ausreichend“ bewertet. Der Triolago-Riol bei Trier wurde erstmals in die Bewertung aufgenommen und direkt mit „ausgezeichnet“ eingestuft.
Neben der Wasserqualität enthält der Badegewässeratlas auch Infos zu Liegewiesen, sanitären Anlagen und Gastronomie. „Hier können sich Badegäste vorab informieren, ob die Wasserqualität gut ist oder ob es Einschränkungen gibt. Außerdem können sie über ein Kontaktformular Beobachtungen und Fotos direkt an das Landesamt für Umwelt senden“, sagte Dr. Jochen Fischer, Abteilungsleiter für Gewässerschutz im Landesamt.
Zur Überwachung der Badeseen wird neben Wasserproben auch moderne Technik wie Fernerkundung eingesetzt. Damit können Blaualgen frühzeitig erkannt werden. Diese Algen können die Sichttiefe verringern, das Wasser grünlich färben und beim Menschen Hautreizungen oder Durchfall auslösen. „Über die Ergebnisse informieren das Landesamt und die zuständigen Stellen vor Ort, die bei Bedarf auch Badeverbote aussprechen“, so Fischer.
„Alle Badeseen sind auch Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Deshalb bitte den Müll ordnungsgemäß entsorgen und keine Fische oder Wasservögel füttern“, appellierte Ministerin Eder. Auch die Regeln der Kreisverwaltungen und die Hygienekonzepte der Betreiber sind zu beachten. Außerdem ist das Baden nur an den ausgewiesenen Badestellen erlaubt – Flüsse oder größere Bäche sind wegen der Strömung und möglicher Infektionsgefahr nicht als Badegewässer ausgewiesen. „Für ein unbeschwertes Badevergnügen sollte man in einen unserer geprüften Badeseen hüpfen“, rät Eder.
In Rheinland-Pfalz gibt es zahlreiche Badeseen – vom kleinen Weiher bis zum großen Laacher See. Vor und während der Badesaison werden alle EU-Badegewässer regelmäßig auf ihre Wasserqualität untersucht. Neben Keimen wird auch nach Blaualgen gesucht, die gesundheitsschädlich sein können. Das Landesamt für Umwelt informiert auf www.badeseen.rlp.de aktuell über die Ergebnisse und gibt dort auch Tipps für sicheres Baden. (red/mkuem.rlp)
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