Montag 19.Oktober 2026

Wasserqualität an Badeseen: „Germersheimer See“ nur mit „ausreichend“ bewertet

11. Juni 2025 | Kategorie: Kreis Germersheim

Sollachsee in Germersheim-Sondernheim.
Foto: Pfalz-Express

Germersheim – Das Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz hat die aktuellen Ergebnisse zur Wasserqualität der Badeseen veröffentlicht. Demnach schneiden die meisten Seen im Land mit „gut“ oder „ausgezeichnet“ ab – mit einer Ausnahme im Kreis Germersheim: Der offiziell als „Germersheimer See“ geführte Sollachsee erhielt die Bewertung „ausreichend“.

Das geht aus dem Badegewässerbericht 2024 hervor, der im Badegewässeratlas unter www.badeseen.rlp.de einsehbar ist. Insgesamt wurden landesweit 66 Badestellen untersucht, darunter kleinere Gewässer und große Seen wie der Laacher See. Die meisten erfüllen die mikrobiologischen EU-Grenzwerte und sind bedenkenlos zum Baden freigegeben.

Die Ausnahme

Der Germersheimer See fällt mit seiner Bewertung aus dem Rahmen. Die Wasserwerte der vergangenen Jahre lagen demnach nicht durchgängig im grünen Bereich. Der See liegt südlich von Germersheim und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Die Bezeichnung „Germersheimer See“ ist die offizielle Amtsbezeichnung des Landes, während vor Ort überwiegend vom Sollachsee die Rede ist.

Vorsicht bei Hitze und Blaualgen

Hitze und Trockenheit erhöhen das Risiko von Blaualgenblüten (Cyanobakterien), die sich bei günstigen Bedingungen stark vermehren und gesundheitliche Beschwerden auslösen können. Das Landesamt für Umwelt überwacht die Seen regelmäßig und spricht bei Bedarf Badeverbote aus.

Wichtig ist außerdem ein umsichtiger Umgang mit der Natur: Müll sollte nicht im oder am Wasser entsorgt werden, Fische und Wasservögel sollten nicht gefüttert werden. Das schützt nicht nur die Tierwelt, sondern trägt auch zur Wasserqualität bei.

Umweltministerin Katrin Eder rät: „Badegäste sollten sich vor dem Baden informieren und vor Ort auf Hinweise achten.“

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