Dienstag 10.März 2026

Tödliche Messerattacke in Kaiserslautern: 22-Jähriger stirbt im Krankenhaus

3. März 2026 | Kategorie: Kaiserslautern, Regional, Südwestpfalz und Westpfalz

Symbolfoto: Camilo Jimenez

Kaiserslautern – Nach einer Messerattacke in der Innenstadt von Kaiserslautern ist ein 22-Jähriger am späten Montagnachmittag im Krankenhaus gestorben.

Die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Westpfalz ermitteln nun wegen des Verdachts des Totschlags.

Messerstiche in Rücken und Brust

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kam es am Samstagabend, 28. Februar 2026, zu einem Streit zwischen einem 18-Jährigen und einem 20-Jährigen. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der 18-Jährige plötzlich ein mitgeführtes Messer gezogen haben.

Ein 22-Jähriger, der den 20-Jährigen begleitete, wurde dabei mit einem Stich in den Rücken schwer verletzt. Auch der 20-Jährige selbst erlitt eine Stichverletzung im Brustbereich. Beide Männer wurden in lebensbedrohlichem Zustand in ein Krankenhaus gebracht. Während der 22-Jährige seinen schweren Verletzungen am Montag erlag, kämpft der 20-Jährige weiterhin um sein Leben. Sein Zustand gilt als kritisch.

Der mutmaßliche Täter selbst erlitt Augenreizungen durch eingesetztes Pfefferspray.

Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Die Polizei nahm den 18-Jährigen noch am Samstagabend fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ der Ermittlungsrichter Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Nach dem Tod des 22-Jährigen wird nun wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt. Als Haftgründe gelten die Schwere der Tat und Fluchtgefahr. Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft und macht von seinem Schweigerecht Gebrauch.

Ebenfalls vorübergehend festgenommen wurde ein 15-Jähriger, der sich in Begleitung des Tatverdächtigen befand. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte er jedoch nichts mit der Tat zu tun. Er soll dem 18-Jährigen erst nach der Tat begegnet sein und sich um ihn gekümmert haben, da dieser durch das Pfefferspray beeinträchtigt war. Der Jugendliche wurde nach Abschluss der Spurensicherung wieder entlassen.

Motiv weiter unklar

Warum der Streit eskalierte, ist derzeit noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Hintergründe der Tat und der genaue Ablauf werden weiterhin von Staatsanwaltschaft und Polizei untersucht.

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