Montag 18.Mai 2026

Statement Jochen Silbernagel (FDP): Nicht in starren Grenzen denken

6. Mai 2026 | Kategorie: Allgemein, Landau

Jochen Silbernagel (FDP/FW)
Foto: Rolf H. Epple/Pfalz-Express

Landau. Der Bauausschuss hat am 5. Mai getagt. Es ging um das Thema der Bebauung des Gummi-Mayer-Geländes am Grossmarkt. In diesem Zusammenhang äußert sich auch Jochen Silbernagel für die Fraktion FDP/FW zur Innenstadtentwicklung.

„Nichts ist so beständig wie der Wandel:“ Mit diesem Grundsatz beschreibt er die aktuellen Entwicklungen rund um das Quartier am Deutschen Tor und die Innenstadt von Landau.  Die städtebaulichen Veränderungen seien, so Silbernagel, insgesamt positiv zu bewerten und eröffneten neue Chancen für eine lebendige, durchlässige Stadtstruktur. Besonders hebt er die Aufwertung der Wegebeziehungen zwischen Deutschem Tor, Theaterstraße, den Uferschen Höfen sowie der Husarengasse hervor.

Eine mögliche vollständige Öffnung der Husarengasse könne das Areal zusätzlich stärken und die innerstädtische Verknüpfung weiter verbessern. „Die Innenstadt lebt davon, dass sie erlebbar und durchlässig bleibt – wir sollten sie nicht in starren Grenzen denken“, so Silbernagel.

Auch persönliche Erfahrungen aus dem Alltagsverkehr fließen in seine Bewertung ein: So habe er selbst festgestellt, dass die Nutzung alternativer Wege – etwa das Abstellen des Fahrzeugs am Gummi-Mayer-Parkplatz und der anschließende Fußweg über den Marktplatz – neue Perspektiven auf die Innenstadt eröffnet.

Gerade das Gehen durch die Theaterstraße zeige, wie attraktiv und lebendig urbane Räume sein können, wenn sie stärker auf Aufenthaltsqualität und Bewegung ausgerichtet werden.
Zugleich betont Silbernagel die Notwendigkeit, Mobilitäts- und Infrastrukturkonzepte konsequent weiterzuentwickeln. Eine moderne Stadt müsse sowohl für Elektromobilität als auch für den Fuß- und Radverkehr praktikable Lösungen bieten.

Im Mittelpunkt steht für ihn jedoch die soziale und städtebauliche Balance: „Wir haben ein klares Interesse daran, eine positive Entwicklung der Lebensqualität mit der Schaffung von ausreichend – insbesondere sozial gefördertem – Wohnraum zu verbinden.“ Stadtentwicklung müsse wirtschaftliche, soziale und funktionale Anforderungen gleichermaßen berücksichtigen und dürfe nicht isoliert gedacht werden.

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