
Die Albertville-Realschule nach den schrecklichen Ereignissen – Schüler legen Blumen nieder, die Stadt und das ganz Land sind in Schockstarre.Foto: RaBoe/Wikipedia
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Winnenden – Die Stadt Winnenden will die Eltern des Amokläufers von 2009 auf Schadenersatz verklagen.
Das entschied der Gemeinderat. Eine außergerichtliche Einigung sei gescheitert, die Familie habe ihre Chance vertan, hieß es. So hätten die Eltern eine Einigung mit der Stadt und den beteiligten Versicherungen abgelehnt. Außerdem hätten sie keine Vorschläge gemacht, wie der entstandene Sachschaden beglichen werden könnte.
Am 11. März 2009 hatte der 17-jährige Tim K. in der Albertville-Realschule und deren Umgebung in Winnenden sowie in Wendlingen am Neckar Esslingen ein Blutbad angerichtet.
Er tötete 15 Menschen und zuletzt sich selbst, nachdem er nach mehrstündiger Flucht von der Polizei gestellt worden war.
Elf weitere Menschen wurden in Krankenhäuser eingeliefert, einige von ihnen schwer verletzt. Dem Vater war vorgeworfen worden, seine legal besessenen Waffen nicht ausreichend vor seinem Sohn weggesperrt zu haben. (dts Nachrichtenagentur/red))

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Die Stadt Winnenden verklagt die Eltern auf 15 Millionen Euro Schadensersatz.
Obwohl sie wissen, dass diese Familie -und viele andere Familien- ihr Kind verloren haben.
Der Vater wurde auch strafrechtlich schon verklagt und der BGH hat das Urteil wieder aufgehoben. Wie oft soll dieser Schicksalstag in dieser Stadt auf diese Art immer und immer wieder hochgekocht werden? Was tut der Gemeinderat da seinen Einwohnern an, wenn die irgendwo in Deutschland immer und immer wieder drauf angesprochen werden: „Ach, Du kommst aus Winnenden? Das ist doch die Stadt, in der der Gemeinderat sogar die Eltern toter Kinder verklagt“. Es geht (leider) nur ums Geld. Krisenmangement sieht anders aus, liebe Gemeinderäte.