Ägypten: Bislang touristisches Traumziel, nun auch Durchgangsstation für künftige Terroristen? Foto:Stefanie Göllner/pixelio.de
Berlin/Kairo – Deutsche Islamisten nutzen Ägypten laut eines Zeitungsberichtes als Tor zu den Terror-Ausbildungslagern in Nordafrika und dem Nahen Osten.
Das berichtet die „Bild-Zeitung“ unter Berufung auf ein Geheimpapier der Sicherheitsbehörden. Demnach ist Ägypten seit Juni 2012 zum Hauptreiseziel für gewaltbereite deutsche Islamisten, hier besonders für gewaltbereite Salafisten, geworden. Von dort aus reisen die radikalislamischen Extremisten in die Terror-Ausbildungslager Nordafrikas und lassen sich dort für den „Heiligen Krieg“ (Dschihad) an Waffen und Sprengstoff ausbilden.
In dem Geheimpapier heißt es: Ägypten sei im vergangen Jahr regelrecht zur Drehscheibe für Reisen in die Dschihad-Gebiete Afrikas geworden. Laut Einschätzung der Terrorexperten der Sicherheitsbehörden existieren in Ägypten Schleusungsnetzwerke, die Weiterreisen der Islamisten nach Libyen, Syrien oder Somalia ermöglichen.
Innenexperte Hans-Peter Uhl (68, CSU) fordert Ägyptens Präsident Mohammed Mursi (61), der heute zu Gesprächen nach Berlin reist, dazu auf ,“besser mit den deutschen Sicherheitsbehörden zusammenzuarbeiten“, um das Problem in den Griff zu bekommen: „Es darf nicht sein, dass gewaltbereite deutsche Islamisten ungehindert über Ägypten in Terror-Camps reisen können.“ (dts Nachrichtenagentur)
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