
Im Mittelalter stehen geblieben: Islamisten bekämpfen die „Kreuzfahrernation“ Deutschland.
Foto: dts nachrichtenagentur
Berlin- Die Zahl gefährlicher Islamisten in Deutschland hat sich weiter erhöht. Nach Informationen der „Welt am Sonntag“ zählt das Bundeskriminalamt (BKA) derzeit bundesweit 497 sogenannte „Gefährder“, also Personen, denen aufgrund ihrer extremistischen Einstellung jederzeit ein schwerer Terroranschlag zugetraut wird.
Hinzu kommen noch 339 Islamisten, die als „Relevante Personen“ eingestuft werden. Dabei handelt es sich um Extremisten, die als mögliche Helfer und Sympathisanten von Terroristen gelten. Damit hat sich die Zahl der potenziellen Attentäter innerhalb eines Jahres noch einmal stark erhöht. Im Januar 2015 stuften die Behörden noch rund 270 Islamisten als „Gefährder“ ein.
Europäische Sicherheitsbehörden warnen aktuell vor einer erhöhten Terrorgefahr angesichts der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft (EM) 2016 in Frankreich. Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) plane Attentate während des Sportereignisses, sagte der Chef des französischen Inlandsgeheimdienstes, Patrick Calvar, am vergangenen Donnerstag.
Der IS wolle ein „Klima maximaler Panik“ erzeugen. Mögliche Ziele seien Menschenansammlungen, so Calvar. Auch der Europol-Direktor Rob Wainwright hatte in einem Interview mit der „Welt“ vor kurzem vor möglichen Anschlägen durch radikale Islamisten gewarnt.
Die Fußball-EM sei ein „attraktives Ziel“ für den IS, so Wainwright. Das BKA kommt in einer aktuellen Lageanalyse zu einer ähnlichen Einschätzung. „Ein erfolgreicher Anschlag auf Mannschaften von `Kreuzfahrernationen`, zu denen Deutschland ebenfalls gezählt wird, hätte dabei besondere Symbolwirkung“, heißt es in einem vertraulichen Bericht der Behörde. (dts Nachrichtenagentur)

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