Dienstag 11.August 2026

Schiffsverkehr an der Mosel: Notschleusung an Schleuse Müden sichert Lieferketten

19. Dezember 2024 | Kategorie: Nachrichten, Rheinland-Pfalz

Foto: red

Münden – Ein Zwischenfall an der Mosel-Schleuse Müden hat am 8. Dezember 2024 den grenzüberschreitenden Schiffsverkehr beeinträchtigt. Ein Frachtschiff war gegen das Schleusentor geprallt und hatte weitreichende Schäden verursacht, deren vollständige Reparatur mehrere Monate in Anspruch nehmen wird.

Trotz der Auswirkungen auf den Personen- und Gütertransport konnten durch schnelle Maßnahmen bereits erste Schiffe die havarierte Schleuse passieren. Eine vollständige Wiederaufnahme des Betriebs wird für Anfang Februar 2025 angestrebt.

Die Ministerin für Mobilität und öffentliche Arbeiten aus Luxemburg, Yuriko Backes, und Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing betonten in einem gemeinsamen Gespräch die Bedeutung der Mosel als zentrale Verkehrsachse für die Wirtschaft der Region. Neben Sofortmaßnahmen wie Notschleusungen wurde auch die Verlagerung von Gütertransporten auf Straße und Schiene geprüft.

Schnelle Reaktion ermöglicht Fortschritte

Wissing würdigte den Einsatz der Einsatzkräfte: „Unsere Expertinnen und Experten haben in Rekordzeit kreative und mutige Lösungen entwickelt, um die Lage zu entschärfen. Dies zeigt erneut die Bedeutung unserer Binnenwasserstraßen für stabile Lieferketten.“

Pro Jahr werden über die Mosel acht Millionen Tonnen Güter transportiert, darunter Rohöl für Luxemburg, Stahl für die Dillinger Hütte und Getreide aus Lothringen.

Backes hob die solidarische Zusammenarbeit hervor: „Wir begrüßen die schnellen Fortschritte. Bereits bis Jahresende könnten alle 74 betroffenen Schiffe ihre Fahrt fortsetzen.“ Sie betonte die Bedeutung stabiler Lieferketten für die Versorgungssicherheit der Region.

Langfristige Verbesserungen geplant

Die Minister bekräftigten das Ziel, die Infrastruktur der Mosel langfristig zu stärken. Erkenntnisse aus der Untersuchung des Vorfalls sollen in die Planung einfließen, um die wirtschaftliche Attraktivität der Region zu sichern und ähnliche Ereignisse künftig zu vermeiden.

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