
Bei der Sanierung des ehemaligen Krematoriums wurde vor allem darauf geachtet, dass die historischen Wanddetails restauriert und somit erhalten bleiben konnten.
Foto: stadt-landau
Landau. Im Frühjahr letzten Jahres wurden erstmals die Pläne für den Umbau und die Sanierung der ehemaligen Krematoriumsräumlichkeiten vorgestellt.
Als seinerzeit erstes pfälzisches Krematorium wurde es 1932 von dem Landauer Architekten Ernst Hartung geplant und realisiert. Seit dem Neubau des Krematoriums im Gewerbepark „Am Messegelände“ und der damit verbundenen Stilllegung im Jahr 1997, stand der denkmalgeschützte Gebäudekomplex bisher leer.
Die seit Herbst 2014 andauernden Umbau- und Sanierungsmaßnahmen sind nun fast abgeschlossen. Das ehemalige Krematorium ist einer modernen und barrierefreien WC-Anlage gewichen, die ab sofort von den Besucherinnen und Besuchern des Friedhofs genutzt werden kann.
„Der Friedhof ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur, denn er ist ein Ort des Gedenkens und des Abschiednehmens. Wir möchten den Besuchern ein würdevolles sowie angemessenes Ambiente bieten und unseren Friedhof pflegen. Es ist uns dabei besonders wichtig nicht nur bei den Grabstätten und Bestattungsmöglichkeiten, sondern auch bei den Gebäuden zeitgemäße Standards zu erfüllen“, betont Friedhofsdezernent Bürgermeister Thomas Hirsch.
Neu entstanden sind Sanitäranlagen für Damen und für Herren sowie erstmals ein WC für Rollstuhlfahrer mit barrierefreiem Zugang und entsprechender Ausstattung. Um den barrierefreien Zugang zu gewährleisten, wird in den nächsten Tagen an der Westseite über den vorhandenen Verbindungsgang zwischen dem Verwaltungsgebäude und dem Krematorium eine rollstuhlgerechte Zugangsrampe fertiggestellt.
Friedhofsverwalter Gerhard Blumer war es besonders wichtig, dass im neuen Sanitärbereich zusätzlich eine Zapfstelle für Gießwasser installiert wird, die auch in den Wintermonaten von den Friedhofsbesuchern für das Bewässern der Grabpflanzen zur Verfügung steht.
„Der Sanitärbereich wurde als eigenständiger Kubus in der Raummitte der denkmalgeschützten Halle eingebaut. Aus denkmalschutzrechtlichen Gründen haben wir so wenig wie möglich verändert, sondern das alte Gebäude primär restauriert. Die Wanddetails und hier vor allem ein umlaufender Schriftzug an der Innenseite der Außenwände wurden aufgefrischt und die teilweise beschädigten Buchstaben repariert“, so Architekt Peter Buchert. Für die Umbau- und Sanierungsarbeiten wurden vorwiegend robuste Materialien und vandalismussichere Sanitäreinrichtungen verwendet. Die Arbeiten wurden von Firmen aus Landau und der Region durchgeführt. Der geplante Kostenrahmen mit veranschlagten Baukosten in Höhe von rund 105.000 Euro konnte eingehalten werden.
Für Bürgermeister Thomas Hirsch ist die Sanierung der Sanitäranlagen eine seit langem notwendige Maßnahme. „Der Einbau eines Behinderten-WCs ist dabei ein weiterer Beitrag zu einer möglichst barrierefreien Stadt. Als letzter Baustein des Gebäudekomplexes planen wir, voraussichtlich für das Jahr 2016, die Sanierung des Verwaltungsgebäudes. Auch hier soll dann ein barrierefreier Zugang gewährleistet werden“, so Hirsch. (stadt-landau)

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