
Hauptfriedhof Landau: Seit Oktober 2009 wurden Trauer-und Leichenhalle renoviert. Foto: stadt-landau
Landau. Nach einer Sanierungszeit von über 3 Jahren wurde jetzt die an der Leichen- und Trauerhalle auf dem Hauptfriedhof durchgeführten Arbeiten von Ordnungsdezernent Bürgermeister Thomas Hirsch, Gerhard Blumer, Leiter der Friedhofsverwaltung, dem Architekten Peter Buchert, Ingemar Roth, Geschäftsführer der Friedhofsdienst GmbH sowie Jürgen Drangsal, Geschäftsführer der Bestattungshaus Drangsal GmbH und Joachim Reber, Geschäftsführer der Reber Bestattungen GmbH vorgestellt.
„Diese Vorstellung eines neu renovierten Gebäudes ist etwas anders als sonst, da es sich um die Trauer- und Leichenhalle unseres Friedhofes handelt. Trotzdem freut es mich, dass nach über drei Jahren endlich die Arbeiten abgeschlossen werden konnten“, so Hirsch bei der Vorstellung. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit
Die Gebäude wurden 1923 gebaut und sind heute ein denkmalgeschützter Gebäudekomplex. Kern und zentraler Bezugspunkt ist die achteckige Trauerhalle die mit der südlich angeordneten Leichenhalle und der nördlich errichteten Friedhofsverwaltung verbunden ist.
Seit Oktober 2009 wurden die Trauer- und Leichenhalle saniert. „Um den Friedhofsbetrieb nicht zu stören, mussten die Bauarbeiten in Bauabschnitten ausgeführt und immer wieder unterbrochen werden. Daher erstreckte sich die Bauzeit über drei Jahre“, erklärte Gerhard Blumer.
Der erste Bauabschnitt begann im Oktober 2009 mit der Sanierung der Dacheindeckung Leichenhalle. Bedingt durch die anstehende Feuchtigkeit des undichten Daches mussten auch verfaulte und morsche Holzbalken der Dachkonstruktion ausgetauscht werden. Auch alle Feuchtigkeitsschäden wurden beseitigt und saniert.
Im zweiten Bauabschnitt wurde die ebenfalls marode Dacheindeckung der Trauerhalle ausgetauscht werden. Innerhalb der Trauerhalle mussten Feuchtigkeitsschäden an verputzten Wandflächen beseitigt werden.
Die Arbeitsräume in der Leichenhalle entsprachen nicht den hygienischen Richtlinien – bedingt durch beschädigte Wandplattenbeläge und Fehlstellen in den Fußböden – diese wurden im dritten Bauabschnitt beseitigt. Aber auch der sogenannte Sektionsraum, in dem die hygienische Versorgung der Verstorbenen stattfindet, wurde komplett mit neuen Fliesenbelägen versehen und mit zeitgemäßen, sanitären Einrichtungen ausgestattet. Der historische Terrazzoboden wurde auch in den Fluren repariert und fachgerecht saniert. Feuchtigkeitsschäden in den Fluren, hervorgerufen durch entstehendes Kondenswasser an den Wandoberflächen, besonders beim Ansteigen der Raumtemperatur im Frühjahr, wurden beseitigt. Zum Absenken der Luftfeuchtigkeit wurde ein elektrischer Luftentfeuchter installiert. Alle Wandflächen wurden mit mineralischen Farben gestrichen, um die Difussionsmöglichkeit der Ziegelsteinwände zu ermöglichen. Fehlerhafte, absperrende Anstriche wurden vor dem Neuanstrich entfernt. Zur Vermeidung mechanischer Beschädigungen des Wandputzes wurden entsprechende Wandschutzbohlen montiert.
Mit der Neugestaltung der Aufbahrungskabinen durch die Friedhofsdienst GmbH fand die Sanierung nun ihren Abschluss.
Die städtischen Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf 250.000 Euro. Weitere 10.000 Euro übernahm die Friedhofsdienst GmbH. (stadt-landau)

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