Landau. „Wir machen InKultur“, die Kulturreihe der Professur für pädagogische und soziale Rehabilitation der Universität in Landau, lädt am 1. Februar zum ersten Landauer Death Café ein.
Bei Kaffee, Kuchen und Suppe wird im „Suppe mag Brot“ eine angenehme Atmosphäre geschaffen, um sich mit der eigenen Vergänglichkeit auszutauschen. Kooperationspartner der Veranstaltung ist die Ökumenische Hospizhilfe Pfalz/Saarpfalz. Der Eintritt ist frei.
Das „Death Café“ hat, wie die Hospizbewegung, seinen Ursprung in England. Vor ein paar Jahren lud der Londoner Jon Underwood Menschen in sein Haus ein, um sich mit ihm über den Tod zu unterhalten. Tee und Kuchen waren Pflicht, denn „Wenn man über den Tod spricht, hilft es, etwas zu essen und zu trinken, um keine Angst zu haben.
Die süßen Sachen erleichtern das Gespräch, weil du noch spürst, dass du am Leben bist“, so Jon Underwood, der mittlerweile über 400 Death Cafés auf der ganzen Welt über seine Internetseite vernetzt.
„So unterschiedlich wir Menschen sind, so verschieden wir denken und leben, durch unsere Sterblichkeit sind wir miteinander verbunden und können das Leben durch gemeinsames Essen und Trinken immer wieder zelebrieren“, unterstreicht Prof. Dr. Sven Jennessen, Initiator von InKultur, die handlungsleitende Idee des Death Cafés.
Im Alltag ist wenig Raum, um über die eigene Vergänglichkeit nachzudenken: In der Woche muss man im Job funktionieren und am Wochenende will man das Leben in vollen Zügen genießen. „Und dennoch haben viele Menschen Fragen zum Tod“, so Jennessen.
Beim Death Café können die Besucher mit Bekannten oder Fremden über den Tod ins Gespräch kommen, sich in kleinen Gesprächsrunden austauschen, Fragen stellen oder andere Meinungen hören. Eines wird dort allerdings nicht gleistet: akute Krisen- oder Trauerbegleitung.
Das Death Café findet am 1. Februar 2017, von 15 bis 18 Uhr, im „Suppe mag Brot“ in der Friedrich-Ebert-Straße 15 in Landau statt.
„Wir machen InKultur“ ist die Kulturreihe des Arbeitsbereichs pädagogische und soziale Rehabilitation am Institut für Sonderpädagogik der Universität in Landau.
Hier werden Fragen zur Teilhabe und Inklusion für Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen des Anders- oder Ausgegrenztseins thematisiert und durch Veranstaltungen an öffentlichen Räumen zu gesellschaftlich relevanten Fragen Aller gemacht.
In dieser Reihe fanden bislang eine Ausstellung, eine Lesung, ein Diskussionsabend, eine Filmvorführung sowie die zweitägige Veranstaltung „Living Books – Lebende Bücher“ statt, bei der Besucher auf dem Landauer Rathausplatz mit Menschen aus den unterschiedlichsten vorurteilsbehafteten Gruppierungen ins Gespräch kommen konnten.
Nähere Informationen zu InKultur gibt es online unter www.uni-koblenz-landau.de/inkultur.

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