München – Raubkunst aus den Sammlungen von NS-Größen, die von der US-Armee bei Kriegsende konfisziert und den Deutschen treuhänderisch übergeben wurden, sollen in der Nachkriegszeit und bis in die Neunzigerjahre unter anderem von Bundesbehörden zugunsten öffentlicher Kassen verkauft worden sein.
Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Recherchen der Londoner „Commission for Looted Art in Europe“ (CLAE).
Unter den verkauften Bildern befanden sich demnach auch Werke, die jüdischen Sammlern während des Nationalsozialismus geraubt oder abgepresst wurden.
Auch der Nachkomme eines hochrangigen Nazis, der persönlich die Verschleppung von Juden angeordnet hatte, soll in den 1960er Jahren zu den Käufern gehört haben, schreibt die Zeitung. (dts Nachrichtenagentur)

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