Montag 7.September 2026

„pfalzjustiz“ bringt die Justiz in soziale Medien: Warum Gerichte so entscheiden, wie sie entscheiden

10. August 2026 | Kategorie: Kreis Bad Dürkheim, Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Ratgeber, Recht, Rhein-Pfalz-Kreis, Rheinland-Pfalz, Südwestpfalz und Westpfalz

Bild: Justizministerium RLP

RLP – Die Justiz geht in den sozialen Medien auf Sendung: Ende Juni ist der neue Kanal „pfalzjustiz“ gestartet. Dahinter stehen das Oberlandesgericht Zweibrücken und die Landgerichte Frankenthal, Kaiserslautern, Landau und Zweibrücken.

„Ist das gerecht?“

Gerade bei Gerichtsentscheidungen klaffen Gefühl und Rechtsempfinden der Menschen manchmal weit auseinander. Ein Urteil kann auf den ersten Blick zu milde oder schlicht unverständlich wirken. Gerichte können aber nicht einfach so entscheiden, wie es sich viele Menschen wünschen würden. Sie müssen sich an die geltenden Gesetze und deren Vorgaben halten. Genau diesen Unterschied zwischen dem eigenen Rechtsempfinden und dem, was rechtlich möglich ist, will „pfalzjustiz“ verständlicher machen.

Die Idee: Justiz soll nicht nur in Gerichtssälen und Aktenordnern stattfinden, sondern auch dort erklärt werden, wo viele Menschen unterwegs sind, also in den sozialen Medien. Mit kurzen Videos und Beiträgen will „pfalzjustiz“ zeigen, wie die Justiz arbeitet, welche Berufe es dort gibt und wie Gerichtsentscheidungen zustande kommen. Auch kompliziertere rechtliche Themen sollen verständlich erklärt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Blick hinter die Kulissen. Die verschiedenen Aufgaben und der Arbeitsalltag in der Justiz sollen vor allem jüngeren Menschen zeigen, welche Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten es dort gibt.

Damit sind inzwischen beide Oberlandesgerichtsbezirke in Rheinland-Pfalz in den sozialen Medien vertreten. Neben „pfalzjustiz“ gibt es den Kanal „olg.koblenz“ des Oberlandesgerichts Koblenz.

Justizminister Dr. Martin sieht in den sozialen Medien vor allem eine Möglichkeit, den Austausch mit der Gesellschaft zu verstärken. Die Justiz müsse stärker erklären, warum Gerichte bestimmte Entscheidungen treffen und was diese für die Menschen bedeuten. So könne auch das Interesse an rechtspolitischen Themen wachsen.

Auch das Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz ist bereits in den sozialen Medien aktiv. Unter „mjv_rlp“ gibt es Informationen zu Justiz und Verbraucherschutz, aber auch Einblicke in den Arbeitsalltag der Ministeriumsverwaltung.

Hier gibt es die neuen Justiz-Kanäle:

Instagram „pfalzjustiz“
Facebook „pfalzjustiz“

Oberlandesgericht Koblenz:

Instagram „olg.koblenz“
LinkedIn „Oberlandesgericht Koblenz“

Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz:

Instagram „mjv_rlp“
Facebook „mjv.rlp“

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