
Marieke Vervoort ist froh, dass ihr die Möglichkeit zur Sterbehilfe gegeben ist.
Symbolbild: dts nachrichtenagentur
Brüssel – Die belgische Paralymionikin Marieke Vervoort hat Berichte dementiert, wonach sie sich angeblich nach den Spielen von Rio das Leben nehmen will.
Das Zitat, das zu den Schlagzeilen geführt habe, sei „nicht wahr“, sagt sie der „Welt am Sonntag“. Richtig sei, dass sie ihre sportliche Karriere wegen ihrer unheilbaren Krankheit nach Rio beenden werde, weil ein zielgerichtetes Training immer schwieriger werde.
Doch die Anwendung der aktiven Sterbehilfe, für die die 37-Jährige seit 2008 die staatliche Erlaubnis hat, möchte sie nur anwenden, wenn es für sie keinen anderen Ausweg mehr gibt.
Vervoort leidet an einer neuromuskuläre, degenerative Erkrankung, ausgelöst durch eine unerklärliche Deformation des fünften und sechsten Halswirbels. Die untere Hälfte ihres Körpers ist gelähmt, ihre Finger kann sie nicht strecken.
Das Lebensbedrohliche sind die extremen Muskelkrämpfe, die immer häufiger auftreten. Die Muskeln in den oberen Körperteilen ziehen sich dann so massiv zusammen, dass sie zu ersticken droht. „Sie können sich das nicht vorstellen“, sagt sie: „Die Schmerzen sind nicht zu beschreiben. Ich schreie dann so laut um mein Leben, wie ich kann.“
Seit sie allerdings offiziell die Erlaubnis habe, Sterbehilfe in Anspruch nehmen zu können, sei der ganze Druck aus dem Kopf plötzlich weg gewesen: „Meine Erleichterung ließ sich nicht beschreiben. Ich wollte keine Pflanze sein, die willkürlich eingeht“, sagt sie. „Die Sicherheit, dass es wirklich funktioniert, wenn ich Schluss machen möchte, gab mir wieder Lebensmut.“ (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Berlin – Im Bundestag ist am Donnerstag die Reform der Sterbehilfe debattiert worden. In der mehrstündigen und ungewöhnlich emotionalen Debatte kamen fast ...
Berlin – Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, ein geplantes Gesetz zur Sterbehilfe über Fraktionsgrenzen hinweg im Bundestag zu erarbeiten. ...
Berlin – Die Bundesbürger plädieren offenbar mehrheitlich dafür, dass ein Arzt aktive Sterbehilfe leisten darf. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS ...
Berlin – Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast hat sich in der Sterbehilfe-Debatte für eine größtmögliche Zurückhaltung des Gesetzgebers und klar gegen ein Verbot ...
Berlin – Ein Arzt soll nach Ansicht von drei Vierteln der Deutschen Patienten mit tödlichen Krankheiten Sterbehilfe leisten dürfen. In einer Emnid-Umfrage ...
Berlin – Der Bundestag hat am Freitag eine neue Regelung zur Sterbehilfe beschlossen. Von vier fraktionsübergreifenden Vorschlägen setzte sich der Entwurf um ...
Berlin – Die Abgeordneten des Deutschen Bundestag sollen bei dem geplanten Gesetz zur Sterbehilfe eine Gewissensentscheidung treffen können und nicht der Fraktionsdisziplin ...
Berlin – Die Unionsfraktion hat ihre Pläne für ein Sterbehilfe-Verbot konkretisiert und will nicht nur Vereine, sondern auch Einzelpersonen und Ärzte mit ...
Berlin – Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet sieht in dem Rückzug Jürgen Trittins vom Grünen-Fraktionsvorsitz ein positives Signal für mögliche schwarz-grüne Koalitionsgespräche. ...












