
Siechtum und Fremdbestimmung – eine Horrorvorstellung für die meisten Bundesbürger.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Ein Arzt soll nach Ansicht von drei Vierteln der Deutschen Patienten mit tödlichen Krankheiten Sterbehilfe leisten dürfen.
In einer Emnid-Umfrage für das Nachrichtenmagazin „Focus“ lehnten dies nur 17 Prozent der Befragten ab. Am größten ist die Zustimmung zur ärztlichen Sterbehilfe in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen (80 Prozent) und bei Anhängern der AfD (83 Prozent).
Am kritischsten sehen dies die Menschen über 65 Jahren (Zustimmung 68 Prozent) und die Anhänger der Grünen (Zustimmung 62 Prozent).
Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Lukas Radbruch, sagte, er wende die Methode der palliativen Sedierung „zurückhaltend“ an. Als Grund führte der Bonner Klinikarzt an, die Methode könne „doch nahe an eine Hilfe zur Selbsttötung herankommen“.
Palliative Sedierung kommt meist in der letzten Lebensphase eines Patienten zur Anwendung und bedeutet die Gabe von schmerzstillenden Medikamenten, die das Bewusstsein trüben und oft auch das Leben verkürzen. (dts Nachrichtenagentur)

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