Landau. Die Stadtholding Landau in der Pfalz GmbH hat als städtische Betriebs- und Beteiligungsgesellschaft jetzt erneut einen Nachhaltigkeitsbericht erarbeitet. Der nun in seiner fünften Fassung vorliegende Bericht möchte mit einem magazinartigen Stil nicht nur Interesse wecken, sondern auch für ein Mehr an Transparenz sorgen.
Gegliedert ist der „Corporate Responsibility Report“ in die drei Nachhaltigkeitssäulen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Um insbesondere eine Vergleichbarkeit mit Vorjahren herzustellen, wurde die im letzten Jahr eingeführte Kennzahlenübersicht konsequent fortgeführt.
„Der Blick zurück auf fünf Jahre Nachhaltigkeitsberichterstattung zeigt, dass wir viel erreicht haben. Jeder Bericht, der seit 2011 veröffentlicht wurde, enthält wichtige Bausteine, die Stück für Stück das Haus der nachhaltigen Unternehmensführung zum Wachsen gebracht haben“, fasst Bürgermeister Thomas Hirsch in seiner Funktion als Geschäftsführer des städtischen Unternehmens zusammen.
Ökologie:
Seit vielen Jahren setzt die Stadtholding auf innovative Techniken zur Steigerung der Energieeffizienz. „Beispielhaft seien hier der Einsatz von LED-Technik oder etwa die Energiegewinnung aus stillgelegten Erdölbohrlöchern genannt“, erläutert Hirsch. Tangiert werden diese Maßnahmen durch ein unternehmensweites Energiemanagement, welches zur Erhöhung des Umweltbewusstseins der Mitarbeiter beiträgt.
Mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz wurde hierzu ergänzend erstmals ein sogenannter EffCheck durchgeführt. In Zusammenarbeit mit einem externen Sachverständigen hat man den „Produktionsprozess“ in den von der Stadtholding gemanagten Bädern und Veranstaltungshäusern unter dem Aspekt der Ressourceneffizienz eingehend beleuchtet. Insgesamt wurden durch den EffCheck nicht nur die bisher umgesetzten Maßnahmen bestätigt, sondern weitere Handlungsfelder ermittelt, die ein jährliches Einsparpotential von bis zu 36.000 Euro bieten.
„Jedoch nicht nur betriebswirtschaftlich, sondern auch ökologisch war die Analyse ein voller Erfolg. Alleine durch die vier größten Einzelmaßnahmen können pro Jahr über 22 t Kohlenstoffdioxid eingespart werden“, freut sich Geschäftsführer Thomas Hirsch.
Schon seit vielen Jahren leistet das Freizeitbad LA OLA mit dem Tropenwaldschutzprojekt einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz, in dem es die eigenen Emissionen an Kohlenstoffdioxid (CO2) durch die Aufforstung von Tropenwaldflächen auf den Philippinen kompensiert.
Aber auch auf der Straße setzt die Stadtholding auf ein ressourceneffizientes Gesamtkonzept. Dies wird beispielsweise durch den neusten Zugang in der Stadtholding-Flotte deutlich: Mit einem Elektro-Hybridfahrzeug, mit der CO2-Effizienzklasse A+, wird der Ausstoß von Abgasen sowie die Entstehung von Lärm spürbar reduziert. Mit dieser und weiteren Maßnahmen konnte die durchschnittliche Flottenemission seit 2011 um rund 20 % gemindert werden.
Ökonomie:
Work-Life-Balance, Nachhaltigkeit, Vielfalt, Compliance, Gesundheit und Ressourceneffizienz sind nur einige Beispiele für Themen, die zu den Herausforderungen im Unternehmensalltag gehören. Umso wichtiger ist es, einen aktiven Austausch mit Geschäftspartnern zu etablieren. Erstmals im Juni 2010 hat die Stadtholding daher zu einer so genannten Business-Veranstaltung eingeladen. Seither kann auf insgesamt 9 Veranstaltungen zurückgeblickt werden, die neben Fachvorträgen auch genügend Raum für den Austausch zu den jeweiligen Schwerpunktthemen lieferten.
Schauplatz dieser Veranstaltungen sind die Jugendstil-Festhalle sowie das Kulturzentrum „Altes Kaufhaus“, welche sich Ende 2014 dem Nachhaltigkeitskodex der Veranstaltungswirtschaft angeschlossen haben. Damit verpflichtet sich das städtische Unternehmen auf ein nachhaltiges Wirtschaften bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen zu achten. Entwickelt wurden die Nachhaltigkeitsrichtlinien „fairpflichtet“ von den Branchenverbänden Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e. V. (EVVC) und German Convention Bureau (GCB).
Auch Mitarbeiter aus dem Team der Stadtholding haben an der Entstehung des Regelwerks mitgewirkt. „Die ‚Fairpflichtung‘ ist ein wichtiger Baustein, um die nachhaltige Unternehmensausrichtung der Stadtholding zu dokumentieren und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wird konkret auf die Veranstaltungsstätten bezogen zusätzliche Transparenz geschaffen und eine branchenspezifische Ergänzung zur unternehmensweiten Nachhaltigkeitsberichterstattung geschaffen“, resümiert Hirsch.
Soziales:
Auch im Bereich des Vielfaltsmanagements ist die Stadtholding aktiv. Nach außen wird dies durch die regelmäßigen Aktionen zum Diversity-Day im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar. Mitarbeiter der Stadtholding verteilten im vergangenen Jahr im gesamten Stadtgebiet so genannte Streetbrandings.
Der Werbeschriftzug entsteht, indem die Straße mittels eines Hochdruckreinigers partiell gereinigt wird. Gleichzeitig handelt es sich hierbei um eine sehr nachhaltige Werbeaktion. Es wird lediglich Wasser zum Aufbringen des Schriftzuges verwendet. Nach spätestens einigen Wochen verschwindet der Werbetext auf natürliche Weise. Für den 9. Juni 2015 ist die nächste Aktion zum Diversity-Day geplant. Dieses Mal ganz im Zeichen der Landesgartenschau.
Alle Interessierten finden den fünften Nachhaltigkeitsbericht auf der Internetseite der Stadtholding unter www.stadtholding.de und dort im Bereich Nachhaltigkeit. Der Bericht enthält neben vielen weiteren aktuellen Themen auch einen umfassenden Rückblick auf das Erreichte der vergangenen fünf Jahre. (red)

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