Sonntag 10.Mai 2026

Newcastle-Krankheit wieder in Deutschland aufgetreten: Geflügelhalter müssen Impfschutz beachten

9. April 2026 | Kategorie: Kreis Bad Dürkheim, Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Rhein-Pfalz-Kreis

Symbolfoto: Unsplash/ Brooke Cagle

Südpfalz – Nach Jahrzehnten ohne Fälle ist die hochansteckende Newcastle-Krankheit wieder in Deutschland aufgetreten.

Vor diesem Hintergrund erinnern die Veterinärämter der Landkreise Südliche Weinstraße, Germersheim, Bad Dürkheim und Rhein-Pfalz-Kreis an die bestehende Impfpflicht für Geflügel.

Aktuell sind in der Region keine Fälle bekannt (Stand: 9. April 2026). Dennoch sehen die Behörden Handlungsbedarf und weisen darauf hin, dass alle Hühner und Puten, auch in kleinen Hobbyhaltungen, regelmäßig geimpft werden müssen. Wichtig ist dabei, dass der Impfschutz lückenlos nach den Vorgaben der Impfstoffhersteller erfolgt. Die Impfungen müssen zudem dokumentiert werden.

Auch beim Handel oder Transport von Geflügel gelten klare Regeln: Tiere dürfen nur dann in andere Bestände gebracht oder auf Märkte und Ausstellungen mitgenommen werden, wenn eine tierärztliche Bescheinigung über den Impfschutz vorliegt.

Wer gegen die Impfpflicht verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Kommt es durch fehlende Impfungen zu einer Ansteckung anderer Bestände, können zusätzlich Schadensersatzforderungen entstehen.

Mehrere Impfwege möglich

Die Impfung kann über das Trinkwasser, als Spray oder per Injektion erfolgen. Je nach Methode sind unterschiedliche Wiederholungsintervalle notwendig. Während Impfungen über Wasser oder Spray in der Regel alle drei Monate aufgefrischt werden müssen, sorgt eine Injektion für einen länger anhaltenden Schutz, ist jedoch aufwendiger.

Gefährliche Tierkrankheit

Die Newcastle-Krankheit ist eine Virusinfektion, die vor allem Geflügel betrifft und häufig schwer verläuft. Typische Symptome sind Atemprobleme, Durchfall, Störungen des Gleichgewichts und eine sinkende Legeleistung. Besonders bei Hühnern und Puten kann die Krankheit tödlich enden.

Für den Menschen ist das Virus meist ungefährlich. In seltenen Fällen kann es bei engem Kontakt mit infizierten Tieren zu einer Bindehautentzündung kommen.

Weitere Informationen stellt das Friedrich-Loeffler-Institut unter www.fli.de bereit.

 

Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentare sind geschlossen