Neustadt/Kreis Bad Dürkheim. Die Stadt Neustadt an der Weinstraße ist gemeinsam mit dem Landkreis Bad Dürkheim mit der Gemeinde Haßloch, der Stadt Bad Dürkheim und den Verbandsgemeinden Deidesheim, Lambrecht und Wachenheim als eine von zehn Siegerregionen im Wettbewerb „Tourismus für Alle“ in Rheinland-Pfalz ausgewählt worden.
Als Startschuss für die Konzeption barrierefreier Angebote in dieser Region fand eine Pressekonferenz im Ratssaal statt. Insgesamt stehen bis 2020 10 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln zur Verfügung.
„Es ist ein Plus, in eine Region zu reisen, wo Barrierefreiheit nicht nur genannt, sondern auch angeboten wird“, sagte Löffler. Dafür seien zwar enorme Anstrengungen notwendig, „aber es ist doch toll, wenn jemand sagt, der schönste Urlaub war in der Pfalz“. Zudem berge barrierefreier Tourismus eines der wenigen Segmente mit Wachstum und großem, ökonomischen Potenzial.
Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld betonte, es sei wichtig, nicht nur punktuelle Angebote anzubieten, sondern eine Servicekette zu schaffen. Bisher gebe es zudem viele uneinheitliche Kriterien, Begrifflichkeiten und Kennzeichnungen. „Wir haben zwar einen Wettbewerb gewonnen, aber die eigentliche Arbeit beginnt erst jetzt, um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen.“
Deidesheim, sagte Bürgermeister Manfred Dörr, beschäftige sich bereits seit einiger Zeit mit dem Thema und habe beispielsweise Bordsteinkanten im Stadtgebiet abgesenkt. „Ich hoffe natürlich, dass ich irgendwann selbst einmal von den Maßnahmen profitiere“, fügte er schmunzelnd hinzu.
Projektmanagerin von „Tourismus für alle“ ist Theresa Ott. Sie führte aus, dass dieses Tourismusmodell auch im Hinblick auf die älter werdende Gesellschaft wichtig und zukunftsträchtig sei. „Barrierefreiheit ist für zehn Prozent unentbehrlich, für 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel, Tendenz steigend.“ Gäste, die auf Barrierefreiheit angewiesen seien, würden öfter wiederkommen, in Begleitung reisen und die Nebensaison bevorzugen.
Förderungsfähig sind grundsätzlich Beherbergungsbetriebe, Gastronomie sowie Campingplätze, die für die Zertifizierung einige Auflagen erfüllen müssen.
Sie alle sind herzlich eingeladen, am Montag, 12. Juni, 16 Uhr, in den Saalbau zu kommen. Dort werden alle Förderbedingungen ausführlich vorgestellt.
Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Anmeldung unter oo@deutsche-weinstrasse.de wird gebeten. Die Erstzertifizierung kostet übrigens 165 Euro, sie ist – wie alle Folgezertifizierungen, die 79 Euro kosten, – drei Jahre gültig. Die Förderung läuft über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB).
Mehr Infos zudem unter www.deutsche-weinstrasse.de/barrierefrei.

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